Hinter dem Nebel

Liebe Ioreth,
ich habe eine neue Leibwache erhalten. Wachmann Elmion Cardaan scheint schon des öfteren als Leibwache gearbeitet zu haben, er hielt es mit bewundernswerter Geduld aus, wie ein Schatten hinter mir zu stehen. Die Disziplin der Wachen nötigt mir immer wieder Respekt ab. Es muss ermüdend sein, einem Gespräch zu folgen und dennoch nicht daran teil haben zu dürfen. Ich bin guter Dinge, dass Herr Cardaan es ebenso verstehen wird, meine Geheimnisse zu wahren, denen er ja unabdingbar begegnen wird.

Eines dieser privaten Dinge dürfte die Aufgabe sein, die der Fürst mir stellte. Du erinnerst Dich, Alejandro stellte mir seinerseits Aufgaben. Und ich erfülle seine Bitte gerne. Er schaffte es, den Streit mit seinem Hauptmann beizulegen. Allein: Herr Falkenauge ist nicht mehr der Hauptmann der Wache von Minas Faer, dies ist nun eine frühere Wache namens Giselher Aldorn. Der Mann ist sehr pflichtbewusst, Alejandro scheint ihm zu trauen.

Ich wollte Dir aber von meiner Aufgabe schreiben. Der Fürst forderte mich! Ja, du liest richtig, liebe Freundin. Ich werde mich Alenandro zum Duell stellen; ich kann dein Lachen förmlich hören – aber ich werde das tun. Der Waffenunterricht wird also langsam notwendig…

Ich glaube, ich habe Dir von der Elbin Sanguisa Askina schon geschrieben? Ich lernte nun ihren Mann kennen, der ein Mensch oder genauer gesagt ein Dùnedain ist. Ich weiß nicht, warum er mich aufsuchte, aber wir haben lange miteinander gesprochen. Herr Askina, oder Charls wie er lieber genannt wird, hat sich lange mit mir unterhalten. Er erzählte mir einges von seiner bewegten Vergangenheit. Es war, als würde man in eine fremde Welt eintauchen. Ich verspreche, Dir zu schreiben, wenn Herr Askina wieder so freundlich ist, mir von all jenen fernen Ländern zu berichten.

Es umarmt Dich
Ellena

PS.: Auch Lynne ist zurück. Ich hatte noch keine Gelegenheit, sie zu sprechen, aber ich bin erleichtert, dass sie ihren Weg zurück fand!

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