Frühling

Liebe Ioreth,
der Frühling kommt ins Land und wohl auch nach Minas Faer. Waren die Mitglieder des Hauses vor wenigen Wochen noch in ihre Kämpfe mit sich und anderen verwickelt scheint nun der Frühling das Gebot der Stunde zu sein.

Alejandro wirkt wesentlich ausgeglichener als sonst. Ich sehe ihn nicht sehr häufig, aber es ist unverkennbar. Er hat eine Möglichkeit gefunden, seine Kraft und sein Herz zu wahren, er ist wieder ganz der Fürst, den das Haus braucht.
Mir begegnet er mit aller Freundlichkeit, auch wenn ich seit jenem Abend, der mit Blumen begann und und fast mit einer Tragödie endete, weiß, dass ich immer und vor allem Baroness Ellena sein werde. Ich bin es aber neben einen zufriedenen Fürsten, also heiße ich den Frühling willkommen.

Auch mein Leibwächter, Elmion Cardaan scheint sein Glück gefunden zu haben. Er bat Alejandro um die Hand seiner Verlobten. Eben jener Frau, die beinahe ihr Leben ließ und für deren Wohl sowohl Herr Cardaan als auch Alejandro kämpften. Auch ihn sehe ich nicht mehr allzu häufig. Aber ich nehme an, nach seinem Dienst zieht es ihn zu seiner Verlobten, wer wollte sich da schon an den Waffenn üben.

Stell dir vor, sogar Hauptmann Aldorn ist nicht mehr ganz so pflichbewusst. Oh, ich bin sicher er versieht seinen Dienst wie immer und scheinbar ist er auch immer im Dienst. Aber auch er scheint den Frühling entdeckt zu haben – das Mädchen ist eine Schreiberin des Hauses und muss ein Wunder vollbracht haben, dass sie diesen Mann von ständigem Pflichbewusstsein auch nur den Hauch eines anderen Gedanken vermitteln konnte.

Herr Charls Askina, das ist der Dunedain (ich schrieb Dir von ihm) ist auch wieder da. Das kann nur heißen, dass er den Streit mit seiner Frau beigelegt hat. Ich freue mich besonders, ihn wieder in der Nähe zu wissen. Er nimmt sich manchmal die Zeit, einfach einen Spaziergang mit mir zu unternehmen und erzählt dann von seinen vielfältigen Erfahrungen.

Lynne… Lynne traf ich zuletzt, als sie mich um Entschuldigung bat. Seither wirkt sie während ihres Dienstes wie eine unahbare Wache. Man hat sie degradiert, nachdem sie das Haus verließ. Sie wirkte in den letzten Tag beinahe reserviert und dennoch… ich weiß es nicht Ioreth, seit sie den Dienst als Leibwache versieht kann man, wenn man genau hinschaut, Leben und Lebenswillen in ihren Augen sehen…

Fühl Dich umarmt Ioreth und genieße die warmen Tage,
ich werde wohl Gleiches tun und ein wenig den Frühling im Land beobachten.
Ellena

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