Herrschen und teilen

Die Einträge sind erstaunlich leserlich gefasst. Entgegen der üblichen Gewohnheit, scheint der Verfasser darauf geachtet zu haben, nicht allzuviel Randbemerkungen zu hinterlassen, mit immerhin mäßigem Erfolg.

Tag 1, Aufbruch Wodesfurch
Die Baroness reist nach Gondor, ich soll sie zum einen als Wache begleiten, habe aber auch den Auftrag herauszubekommen, was es mit den Gerüchten vom Krieg und den Vorbereitungen des Truchsess‘ auf sich hat.
Ich fürchte, das wird eine lange Reise. Die Verlobte des Fürsten wünscht eine Freundin zu treffen, ich frage mich ernsthaft, welchen Nutzen sie darin sieht, dass ich sie begleite…

Tag 3, Einsame Lande
Wir haben eine langen Tag hinter uns. Man mag über Ellena von Linhir denken, was man möchte, aber sie hat Ausdauer. Ich hatte die Baroness gewarnt, dass die einsamen Lande ihren Namen zu recht trügen. Es gibt nur noch wenig Menschen hier, zumeist sind es Eglain und die haben sich in wenige Festungen längs der alten Oststraße verschanzt.
Die Baroness scheint es nicht weiter zu stören, dass sie auf jeden Komfort verzichten muss.Offenbar hat sie ein Ziel vor Augen.
*an den Rand gekritzelt* Ich bewache ein Strohlager, großartig. Zumindest diskutiert die Baroness diesmal nicht über die Zweckmäßigkeit meiner Uniform

Tag 5, Einsame Lande
Ich begleite nicht die Verlobte des Fürsten. Schön, dass ich das nun auch weiß!
Wir hatten unsere Pferde in der Feste Guruth ausgetauscht und kamen recht gut voran. Offenbar war die Dame guter Laune, sie bat mich zu sich und fragte nach Najisa. Schwieriges Thema, was erzählt man schon der Verlobten seines Herrn der Schwägerin seines Her der künftigen Gräfin von Minas Faer. Die Baroness jedenfalls ist zwar verlobt, aber nun mit dem Bruder Alejandros. Das Haus Minas Faer wird künftig vom Fürsten und der Baroness, also dann wohl Gräfin Ellena Salas geführt. Ich beneide den Mann an ihrer Seite nicht…
*an den Rand gekritzelt* Seneschall Ellena… ich bin heilfroh, dass ich nicht der Hauptmann der Hauswache bin!

Tag 9, Bruchtal
Wir sind gestern in Bruchtal angekommen. Die Baroness wollte allein sein. An diesem Ort ist es ihr kaum zu verdenken. Kein Mensch kann hier lange verweilen, ohne von der macht der Elben beeindruckt zu sein. Ich kenne sie bisher hauptsächlich aus Bree und dort sind mir die meisten Vertreter des Volkes eher irrsinnig befremdlich vorgekommen.
Mir wurde befohlen, mich für die Abreise bereit zu halten. Trotz der Annehmlichkeiten, die Elronds Haus zu bieten hat, möchte die Baroness schnell weiter. Mir kommt das nur entgegen; ich bin sicher, der Fürst möchte baldmöglichst wissen, ob der Aufruf des Truchseß für ihn Gültigkeit hat…

Tag 14, Pforte von Rohan
Die Ausdauer der Baroness ist nicht zu unterschätzen. Wir kommen schnell voran und haben Dunland hinter uns gelassen. Wir stehen am Isen und werden ab morgen dem weißen Gebirge bis Minas Tirith folgen.Wir suchen eine ehemalige Zofe der Baroness namens Ioreth. Gleichzeitig versucht die Baroness, ihrem Vater aus dem Weg zu gehen, der wohl dem Ruf des Truchseß bereits gefolgt ist.
*an den Rand gekritzelt* In Anbetracht der Tatsache, dass ich es mit dem künftigen Seneschall und Gräfin Salas zutun habe, sollte ich besser gehorchen. Frage mich allerdings wie: will ich irgendetwas über den Krieg in Erfahrung bringen, werde ich ihren Vater fast suchen müssen.

Tag 20, Gondor
Die Baroness hat ihre Freundin gefunden. Zu meinem Glück muss ich dem Treffen nicht weiter beiwohnen. Ich bin nicht ganz sicher, ob diese Ioreth noch bei klarem Verstand ist: aus irgendeinem Grund versuchte sie ständig mich zum Lachen zu bringen, indem sie irgendwelche albernen Grimassen zog. Irgendwer sollte ihr beizeiten verraten, dass ich zu lange bei der Wache war, als dass mich Vorgesetzte oder ihre Freunde noch in der Art verwirren könnten…

Tag 21, Gondor
Ich fürchte ich werde keine guten Nachrichten für den Fürstem von Minas Faer haben. DFie Gerüchte stimmen. Der Truchseß bereitet sich auf einen Krieg vor. Irgendetwas passiert im Osten. Wen immer man in der Stadt fragt: alles sprechen von dunklen Wolken.
*an den Rand gekritzelt* Unverkennbar habe ich es mit einem alten Volk zutun. Im Breeland würde jeder sagen „Verflucht, es gibt Ärger“ Hier nennen sies es das Aufziehen einer Dunkelheit. Letzlich kommt es wohl auf dasselbe hinaus.

Ich habe ebenso mit dem Baron Deneth von Linhir gesprochen. Durch und druch ein strenger Mann, dem die Pflicht über alles geht. Ich konnte Ellenas Weisungen insofern folgen, dass ich sagte, ich sei Wache des künftigen Seneschalls von Minas Faer. Ich vermute, der alte Baron sieht zuletzt seine Tochter hinter diesem Titel.
Auch er sprach vom Krieg und bestätigte vor allem, dass alle Lehnsleute des Truchseß aufgerufen sind, sich in der weißen Stadt zu melden. Das gilt ebenso für den Fürsten von Minas Faer…

die folgende Seite ist wieder im üblichen Gekritzel und scheint eher eine Auflistung zu sein:

  • Bericht für den Fürsten und den Hauptmann. Truchseß ist leider bei Verstand
    *an den Rand gekritzelt*
    Aus einer Hauswache Soldaten machen, da wird Cardaan gut zutun haben
  • Rekrut Caiwen, Uniform erhalten, dem Hauptmann vorstellen
    *an den Rand gekritzelt* sowas nennt man wohl Rohdiament, wenn man denn unter dem ganzen Dreck den Stein entdecken kann

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