Dienstschluss

Das Notizbuch des Leutnants liegt auf einem schweren Wälzer, in dem einige Stellen angestrichen wurden. Offenbar verwendet der Schreiber sein Notizbuch als eben solches, sieht man von den längeren halbwegs leserlichen Passagen ab, die zuletzt eingetragen wurde.

Der Fürst nahm eine kleine Änderung im Dienstplan der Garde vor. Das betraf meinen Dienst, spannnender dürfte aber sein, in welcher Form Gardistin Lynne davon betroffen ist. Auf den ersten Blick hat sie dienstfrei, aber es scheint, dass sich Gardistin Miss Milady Lynne an jeden Ort wünscht, nur nicht an die Seite des Fürsten
*an den Rand gekritzelt* Nicht an die _offizielle_ Seite wäre besser. Allerdings straft ihr wachsener Körper sie Lügen…

Meine Aufgabe war es also, für einen Tag Leibgarde Lynnes zu sein. Alejandro Salas beweist wieder einmal seltsamen Humor. Er befiehlt seinem Leutnant, die Gardistin zu bewachen kann ja bei Gelegenheit die Rekruten als Truchseß anerkennen Aber gut, es ist seine Garde…
*an den Rand gekritzelt* Lynne in Uniform, Gardist. Lynne ohne, ja: die Frau des Fürsten, die Mutter seines Kindes bald!

Fast konnte man Mitleid mit Lynne haben. Die Befehle des Fürsten waren deutlich. Ich sollte als Gardist fungieren, nicht von ihrer Seite weichen. Lynne wusste damit ganz offenbar…nichts anzufangen. Ich hätte erwartet, sie wüsste damit umzugehen, gerade sie sollte ja am besten Wissen, dass der Dienst als Gardist eben auch bedeutet, einfach an der der Seite zu stehen – und sonst nichts.
Durchaus eine interessante Erfahrung, ich habe glaube ich noch niemanden bewacht, der derart darauf achtet, dass sich die Wache nicht zu sehr langweilt.
*an den Rand gekritzelt* Hatte stattdessen ein langes Gespräch, außer der Farbe meines Schwertheftes hat sie glaube ich alles gefragt, was zu fragen ist. Schien fast verwundert, dass ich antworte.

… am Abend wurde ich von Salas aus dem Dienst entlassen. Genauer: er überließ es Lynne, mich zu entlassen. Ich habe den Verdacht, dass sie am liebsten befohlen hätte, dass ich nicht den nötigen Respekt zolle, immerhin hatte ich die Frau meines Herrn vor mir.
*an den Rand gekritzelt* Irgendwann sollte ihr jemand verraten, dass sie es sogar könnte. zumindest wenn sie keine Uniform trägt.

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