Zur Sonne, zur …

Ellena hatte alles erledigt. Sie hatte den neuen Hauptmann gebeten, auf ihre Habe zu achten. Natürlich hatte der Mann salutiert, sie vermisste zuweilen die freundlichen Gespräche mit Herrn Elmion Cardaan.

Als Ellena aus dem Haus trat sah sie in Richtung des Haupthauses. Hier war ihre Heimat, ja. Der Fürst hatte sie aufgenommen und ihr die Möglichkeit gegeben, sie selbst zu sein. Es hatte geklappt, zumindest meistens…

Die Baroness lächelte und ging zu ihrem Pferd. Jetzt musste sie nicht etwas darstellen oder sich verleugnen. Sie würde heiraten; und zwar nicht weil es einem Haus gut tat, oder wichtig für die Politik ihres Vaters war. Sie würde heiraten, weil es ihr eigener Wunsch war – das war mehr Freiheit, als sie sich je zu erhoffen wagte. Ellena zog sich in den Sattel und sah kurz zur Wache zurück, die sich ebenfalls in den Sattel schwang.

Sie schnalzte leise, dann ritt sie im scharfen Galopp los, leise lachend. Es war ihr gleich, ob die Wache würde folgen können. Sie würde darauf nicht achten. Nicht heute… Natürlich zügelte sie bald das Tempo, aber ganz sicher nicht, um darauf zu achten, dass ihre Wache ihre Arbeit erledigen konnte. Sie wollte sich bei Einigen noch verabschieden, bevor sie nach Linhir aufbrach. Sie hatte einen Mann von Merouns Klingen vorgeschickt, Drakon Meroun. Sie hatte im Briefe und persönliche Botschaft mitgegeben. Ihr Vater sollte mit aller Macht wissen, wer zu ihm zurückkehrte und mit welchen Absichten. Ellena wusste, dass die Klinge das erledigen würde, sie traute dem Mann unbedingt.

Die junge Frau überließ die Zügel ihres Tieres dem Gardisten, dem es schließlich doch gelungen war aufzuholen, und betrat das Haus. Sie würde Alejandro treffen wollen und wenn es möglich war dessen Gattin. Sie glaubte nicht, Herrn Cardaan zu treffen, er war sicher mit seinem Kind vollauf beschäftigt. Es gab noch andere, von denen sie sich gerne verabschiedet hätte, aber es waren vielbeschäftigte Leute. Marschall Faron hatte sie länger nicht gesehen und die Medica, hier lächelte Ellena kurz, nun dieMedica gibg ihre eigenen Wege. Anschließemd würde sie zu Atherton gehen, der sicher schon mit der Eskorte wartete.

Ellena betrat das Haus und obwohl der Tag kühl war wusste sie, sie würde dem Sommer entgegen reisen…

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