Bücherstöckchen

Eigentlich sind es gleich mehrere Bücher, die so ziemlich in Reichweite liegen, ich nehme einfach mal daswas obenauf liegt und widme mich kommenden Monat dem darunterliegenden, in der Hoffnung, dass ich dann nicht einfach wieder irgendwas anderes vorziehe. Trotz dieser Misslichkeiten ist das Prinzip wie gehabt: Abarbeitung einiger Punkte einschließlich eines kurzes Zitates und dann schauen, ob jemand das aufgreift und seinerseits ein Buch auf diese Weise vorstellt. Die Regeln:

  • Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten
  • Schlage Seite 123 auf
  • Suche den fünften Satz auf der Seite
  • Poste die nächsten drei Sätze
  • Wirf das Stöcken weiter

 

Fundort: Rebecca Gablé: Das Spiel der Könige, Bergisch Gladbach, Bastei-Lübbe, 2009, S. 123.

Fein gekleidete Lords und Damen standen in Gruppen beisammen und plauderten. Eine große Jagdgesellschaft ritt zum Tor, an ihrer Spitze der edel gewandete Abt von St. Thomas, gefolgt von mehreren Falknern mit den prächtigsten Vögeln. Alle waren nach Windsor gekommen, um den hohen Feiertag zu begehen, doch nur die wenigsten strebten zur St.-Georgs-Kapelle.

Ich glaube, es ist unschwer zu erkennen, dass ich mich nicht aufraffen kann, mich den wichtigen Büchern zuzuwenden, die hier so rumliegen. Stattdessen schwelge ich einfach weiter bei den Tudors. Denn wie es der Zufall so will, erzählt das Buch unter anderem die Geschichte von Owen Tudor, dem Begründer des Hauses, seinem Sohn Emdund und dessen Sohn Henry, den wir alle unter Henry VIII. weit besser kennen.

4 Kommentare

  1. Ich probiere es auch mal 🙂

    Ich brüstete mich immer damit, dass ich während eines Florettkampfes einen Menschen kennenlernen könnte. Es ist nicht einfach, durch den Tastsinn allein, die Seele eines Gegners zu ergründen. Jedoch offenbart jeder seine Natur im Fechtkampf.
    Fundort: Arturo Perez-Reverte: El maestro de esgrima. Warszawa, MUZA, 2000. S. 123.

    Aaach, die Sssspanier, wassss fürr ehrenhaftessss Volk 🙂

  2. Vor allem hat dieser Ssspanierrr eine durchaus philosophische Einstellung zum Fechtkampf. Ich Stelle mir vor, wie er nachdenklich seine Hand ans Kinn hält, während er kritisch seinen Gegner betrachtet um ihn schließlich zu filetieren. 😉

  3. Aus der Abteilung: Bücher, die einem bei einer „Inventur“ im eigenen Regal begegnen:

    „Aber die Sünden, die mit so besonders langen Strafen geahndet werden, sind in kürzester Zeit verübt worden, und kein Mensch wird verlangen, daß die Qualen der Übeltäter so rasch vorübergehen sollen, wie etwa ein Mord begangen wird, ein Ehebruch, ein Gottesfrevel oder irgendeine andere Untat, die nicht nach ihrer Zeitdauer, sondern nach dem Ausmaß ihres Unrechts, nach ihrer Gottlosigkeit zu bemessen ist. Oder sieht etwa das Gesetz, wenn es sich um ein großes Verbrechen handelt, worauf die Todesstrafe steht, die kurze Zeitspanne, in der der Täter umgebracht wird, als seine Strafe an und nicht vielmehr den Umstand, daß er für immer aus der Genossenschaft der Lebenden ausgestoßen wird? Was aber diese Ausstoßung des Menschen aus dem sterblichen Staat durch die Strafe des ersten Todes bedeutet, das bedeutet die Ausstoßung des Menschen aus dem unsterblichen Staat durch die Strafe des zweiten Todes.“

    Aus Aurelius Augustinus: De Civitate Dei. In: Herbert Vorgrimler: Geschichte der Hölle. Wilhelm Fink Verlag. München.

  4. Aus der Abteilung: Was für Werke stehen in Deinem Bücherregal?! Geschichte der Hölle… auch ein schönes Thema 😀

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