Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert (8/31)

Ewigkeiten wollte ich nach Irland reisen und zu Beginn meines Studiums habe ich diesen Wunsch verwirklichen können. Die Reise war unfassbar teuer (so aus Perspektive der Studentin im 2. Semester) aber ich habe selten so viel von einem Land gesehen oder so intensiv die Leute kennengelernt. Es ist natürlich eine Frage der Definition, ob man während einer dreiwöchigen Reise wirklich ein Land oder dessen Leute kennenlernen kann. Das Buch des heutigen Tages bestätigte allerdings so ziemlich meinen Eindruck. 

[box type=“note“ border=“full“]Heinrich Böll: Irisches Tagebuch, München 481998.[/box]

Es liegt in der Natur der Sache, dass Bölls Erfahrungen ein wenig… historischer anmuten, immerhin erschien das Buch erstmals 1961. Und doch fand ich das von Böll beschriebene Irland, ohne dass ich zum Zeitpunkt meiner Reise das Buch gekannt hätte. Böll scheint dasselbe passiert zu sein, wie mir (und wahrscheinlich noch enigen weiteren, die Irland besuchten) er hat ein problembehaftetes Land wahrgenommen und darüber gestaunt, welche Schönheit es dennoch birgt, wohl wissend, dass man nach ihr suchen muss.

„Es gibt dieses Irland: wer aber hinfährt und es nicht findet, hat keine Ersatzansprüche an den Autor“ – Heinrich Böll, Vorwort „Irisches Tagebuch“


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