Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen (17/31)

Ich habe versucht, irgendwas wahllos aus dem Regal zu greifen und extra ein Regalbrett gewählt, dessen Sortierung ich mich überhaupt noch nie gewidmet habe. Die Augen habe ich nicht geschlossen, ich wollte nicht schon wieder einen Unfall erleiden. Die Wahl ist aber nicht schlecht, denn es kommen Schafe dabei vor. Schafe sind immer gut. Schafe sehen freundlich aus, machen freundliche Geräusche und gehen grundsätzlich als Postkartenmotiv, so als Alternative zum üblichen Strand mit Palme, die von links ins Bild ragt. 

[box type=“note“ border=“full“]Leonie Swann: Glenkill. Ein Schafskrimi, München 2005.[/box]

Der Untertitel sagt alles. Es ist tatsächlich ein Schafskrimi. Eine Herde irischer Schafe macht sich daran, den Mord an ihrem Schäfer aufzuklären. Selbstverständlich gehen sie dabei mit schafen Verstand vor.

Ich fand das Buch für zwischendurch ganz unterhaltsam. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und man lässt sich zuweilen davon hinreißen mitzurätseln, bis einem einfällt, dass das Schafe sind, die da einen Kriminalfall lösen. Dann schämt man sich ein wenig, weil man sich gerade mit einer Herde Schafe gemin gemacht hat. Für mich hat das Buch gleich noch den Irlandbonus, da ich bei den häufiger vorkommenden Beschreibungen der grünen (und nahrhaften) Wiesen doch sehr an diese schöne Insel denken musste.

Ich weiß nicht, ob man das Buch unbedingt gelesen haben muss. Wenn man aber ein wenig Abwechslung sucht und nicht gerade auf  „100-Bücher-der-Weltliteratur-die-man-gelesen-haben-muss“ zurückgreifen will, ist Swann nicht die schlechteste Wahl.

4 Kommentare

  1. Das Buch steht bei meiner Mutter (mei Mudda!) auch im Regal. Ich habs aber noch nie gelesen. Vielleicht irgendwann mal.

  2. Deinne Mudda, ey! Hat ja dann sogar zwei Bücher, die auch bei mir zu finden sind 🙂

    Das Buch ist jetzt auch nicht eines, das man unbedingt gelesen haben muss. Es ist nett, aber das war es auch schon.

  3. Meine Mudda hat sicher noch mehr Bücher, die auch bei dir rumstehen. Bei ihr stehen nämlich sehr viele Bücher rum. Die ist sowieso die belesenste Person, die ich kenne… die liest immer so 2-3 Bücher pro Woche.

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