Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast (21/31)

Ja, das gab es. Ich nehme an, das Buc hat seinen Wert und für Leser, die den ersten Weltkrieg noch erlebt hatten, oder auch den zweiten, hat es nocheinmal eine ganz eigene Brisanz. Warum aber Generationen von Schülern damit gequält werden, ist mir ein Rätsel. Welchen Jugendlichen möchte man heute noch mit einem Titel erreichen, der 1929 verlegt wurde? Da braucht man schon eine wirklich gute Begründung. Auf jeden Fall eine umfassendere als „Krieg (ansich) ist schlimm!“ 

[box type=“note“ border=“full“]Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues, Berlin 1929 (und noch wesentlich öfter)[/box]

Der Roman gilt als der Antikriegsroman schlechthin. Ich habe ihn als unfassbar langweilige Geschichte in Erinnerung, wo ständig Leute in äußert ungemütlichen Situationen waren und letztlich starben. Einschließlich des Protagonisten. Wie kann das aber auch funktionieren? Ich war 14 oder so, als ich das Buch lesen musste. Ich hatte keine Ahnung vom Ersten Weltkrieg und meine Lebenswelt hatte absolut keinen Verbindungspunkt zu irgendetwas in diesem Buch.

Ich habe das Buch seit meiner Schulzeit nie wieder angerührt und stelle mir seither die Frage, wie man diese Gretsche schafft. Jugendliche sollen ja durchaus Sachen lesen, die sie freiwillig erstmal nicht anrühren würden, nur wie kann man erreichen, dass sie dann nicht am Ende genau das Gegenteil tun; nämlich garnicht mehr lesen. Ich muss mir das wohl bei der Auswahl jeder Schullektüre neu überlegen und hoffe, nichts Schlimmes anzurichten. 😉

 

4 Kommentare

  1. ich liebe das buch und seine absolute hoffnungslosigkeit die es ausstrahlt.

    ich mochte allerdings auch borcherts ‚draussen vor der tuer‘ wegen seiner stimmung, ich glaube das erklaert einiges *g*

  2. Erm, ja. Du hast Recht. Das erklärt wirklich einiges 🙂 Ich glaube, ich muss mich erstmal setzen und realisieren, dass jemand das Buch toll findet – war das auch schon während Deiner Schulzeit so?

  3. Wow. Das ist natürlich äh… wirklich beeindruckend. Nach der Lektüre dieses Buches hoffte ich vermutlich auf die neue Ausgabe der BRAVO.

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