Der Ton macht die Musik

Ja, könnte man meinen, die obige Erkenntnis ist nun nicht gerade neu. In meinem Fall allerdings scheitert es doch zuweilen an der Umsetzung, denn eines meiner (zahlreichen) Lieblingsprobleme beim Geigenspiel ist es ja, den richtigen Ton zu treffen. Es gibt keine Bundmarkierung auf dem Griffbrett und so muss man wohl oder übel lernen, den genauen Abstand der Finger zu kennen und man muss vor allem lernen, sehr gut zuzuhören.
 Ich dachte anfangs, dass ich nie lernen könnte, herauszuhören in welche Richtung ich einen Ton korrigieren muss. Aber ich stelle fest, dass das immer besser geht. So scheine ich also dieses Problem langsam aber sicher in den Griff zu bekommen und das direkt auch im Wortsinn. Als mein Lehrer mich fragte, wie ich das geübt habe, musste ich aber doch gestehen, dass ich auf technische Hilfe zurückgegriffen habe und frage mich seither: Wie konnte irgendjemand ein Instrument ohne ein iPhone lernen?

Die App heißt Cleartune und ist  zunächst einmal gut geeignet, das Instrument zu stimmen. Das gilt übrigens nicht nur für die Geige. In den Einstellungen kann man die Tonhöhe definieren, die Notation festlegen und die Stimmart festlegen. Ein Test Geigenlehrer  versus Stimmgerät zeigte, dass das Mikrofon offenbar ziemlich gut den Ton erfasst, selbst wenn das Telefon nur in der Nähe liegt. Ich habe die App nun ein wenig zweckentfremdet und habe das Telefon beim Üben immer auf dem Notenpult liegen. Auf diese Weise höre ich nicht nur, sondern sehe auch sofort, wenn ich einen Ton falsch greife und kann das dann direkt korrigieren. Für mich besteht der Vorteil darin, dass man sich von vornherein die richtigen Töne „erhört“ und die Finger in der Folge zumeist korrekt setzt. Der Rest ist wie immer: üben, üben, üben.

Post Scriptum. Vivian, das klingt wirklich, ganz ehrlich nicht gut. 🙂

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