Ziele

Der Soldat salutierte, als Treag seine Räume betrat. Ein Blick auf den Sith verschaffte dem Mann Gewissheit; sollte jetzt einer seiner Untergebenen eine Aufgabe nicht zur Zufriedenheit des Lords erledigt haben, würde das spürbare Konsequenzen haben. Im Grunde galt das für jeden Tag, Lord Treag galt nicht eben als umgänglich oder gar nachgiebig. Heute aber wirkte der Sith entschlossen, seine Augen stachen in leuchtendem Gelb förmlich aus dem tiefrotem Gesicht hervor und für diesen Augenblick war der Soldat dankbar, dass der Sith aller Wahrscheinlichket kein Interesse an ihm zeigen würde.

Treag war tatsächlich entschlossen. Der Besuch auf Korriban war war weit besser verlaufen, als er erwartet hätte. Aus einer simplen Sondierung der politischen Lager war eine klare Aussage erwachsen, die Darth Malycus in Erinnerung behalten würde. Die Forderung, die Treag gestellt hatte, war kühn gewesen und Treag war sich sehr wohl bewusst, dass er damit ebenso gut den Zorn des Darth auf sich hätte ziehen können. Die Öffnung der Akademien für Fremdlinge aber war etwas, das jeden Sith von reinem Blut beschäftigen musste und es würde Entschlossenheit und Willenskraft erfordern, sich den Erfordernissen der neuen Zeit zu stellen, um das Erbe und die Traditionen in eine glorreiche Zukunft zu führen.

Gleiche Ziele konnten Verbündete schaffen. Treag war sich auch dessen bewusst. Es diente seinen eigenen Zielen, aber auch denen des Darth Calderis. Dieser Tatsache konnte Treag sich nicht verschließen; er war an Darth Templar gebunden, der Aufstieg dessen Hauses würde auch seinen eigenen Aufstieg ermöglichen. Treag gewann zunehmend die Erkenntnis, dass der Darth lediglich die Erinnerung daran brauchte, dass sein Haus nicht den schlechtesten Stand hatte, solange er nicht sich nicht der Illusion hingab, dass der erzwungene Frieden auf Voss seinem Haus hinreichenden Schutz bot.

Treag ging nicht davon aus, dass der Darth derart leichtfertig war. Zu verschiedenen Gelegenheiten hatte Templar gezeigt, dass er sehr wohl um die Ambitionen jedes der Hausmitglieder wusste. Treag baute darauf, dass Templar ihn unterstützen würde. Letztlich würde das ein Arrangement sein, dass für Darth Templar ebenso wie für seinen Ersten Lord von Vorteil war. Gleiche Ziele schafften Verbündete.
Wie schnell Treag seinen Anspruch umsetzen konnte, war nicht abzusehen. Darth Malycus hatte deutlich gemacht, dass er Treag und mit ihm Eldira Variss, erneut zu sich rufen würde. Auf Worte würden Taten folgen müssen, um den Darth zu überzeugen.

Immerhin nahm das Haus Entwicklungen, die zu begrüßen waren. Auch wenn Treag sich noch nicht im Klaren war, wie sie ihren Ausgang nahmen. Mit Njaro wurde ein Sith nach Voss versetzt, der offenkundig über einige militärische Erfahrung verfügte, keine Fähigkeiten, die derzeit auf Voss explizit vonnöten wären. Dennoch würden seine Fähigkeiten von Nutzen sein und Treag gedachte, die Möglichkeiten des Hauses vollständig zu nutzen.
Sein eigener Schüler Cyran de Barra schien sich darin ebenfalls zu fügen. Der Sith hatte seine Arbeit auf Korriban zufriedenstellend erfüllt und Treag zog in Erwägung, de Barra auch ohne Aufsicht entsprechende Aufträge erfüllen zu lassen. Darüber würde er mit Eldira reden.

Treag lehnte sich zurück und unterließ es zu knurren. Es hatte Tage in seinem Leben gegeben, die weit weniger effektiv waren. Der Sith blickte nach vorn und knurrte nun doch: er sah einen Weg, den es zu beschreiten gab und einen Sieg, den es zu erringen galt. …

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.