Labrass‘ Verhör I

zum Text
Der folgende Text ist das Ergebnis einer Spielrunde, die rein chatbasiert stattgefunden hat, sodass der Beitrag von drei Spielern geschrieben wurde. Ausgespielt wurde das Verhör eines Sith, der auf Coruscant in Haft gehalten wurde.
 Aufnahme 1: Vorraum der Zelle 
Teriso betritt gemeinsam mit seiner Padawan den Raum, der dem Zellbereich vorgelagert ist und spricht mit seiner üblichen ruhigen, sonoren Stimme: „Padawan. Ich möchte, dass Du genau beobachtest. Lord Labrass hat lange Zeit keine Gelegenheit gehabt, eine effektive Bindung zur Macht zu haben. Er wird ein Ziel suchen, etwas dem er seinen Zorn entgegen schleudern kann.“Er richtet sich dann an den wachhabenden Soldaten: „Ich möchte Euch bitten, meinen Padawan Zugang zu den Bildern der Überwachungskameras zu gestatten. Unsere IDs wurden bereits geprüft.“Seeria tritt mit ruhigem Schritt aber aufmerksamen Blick hinter Teriso in den Raum. Ihre wirklich schlichte braune Ordenskleidung liegt mittelmäßig vorteilhaft um einen drahtigen noch recht jungen mirialanischen Körper. Ihr Blick richtet sich aufmerksam und ernst auf ihren Meister, als dieser spricht, und sie reagiert mit einem ebenso ernsten Nicken. „Natürlich, Meister.“ Nichts an ihrer ruhigen Stimme verrät etwas ihrer neugierigen und doch angespannten Präsenz.Der Soldat hebt nur den rechten Arm, am Unterarm ein KOMLINK sowie eine Eingabefläche befestigt, und tippt mit den Fingern der linken Hand darauf herum während er die ‚Bitte‘ des Jedi abnickt. „Natürlich, Meister Jedi. Dieser …“, es piept leise im Hintergrund und man hört das Surren kleiner Räder. „… Mausdroide wird Euren Padawan zum Überwachungsraum für diese Ebene führen.“ Teriso neigt den Kopf leicht in Richtung des Soldaten. „Ich danke Euch.“

Wieder nickt der Soldat nur, lässt beide Arme sinken, und kehrt in Habacht-Stellung neben dem Schott zurück. Der kleine Mausdroide hingegen verliert keine Zeit und saust zwischen den Beinen der drei Personen her, wird die Padawan durch die verwinkelten generischen Gänge bis hin zu einem weiteren Schott führen.

Sie neigt ihr Haupt freundlich dankend gen dem Soldaten bevor ihr Blick zu dem ansurrenden Mausdroiden wandert. Ebenso neigt sie dann ihr Haupt gen Teriso. „Möge die Macht Eure Wege erhellen, Meister.“ Dann folgt sie dem Droiden bis zu dem entsprechenden Schott.

„Moment“, meint die Wache, während Teriso zu dem Soldaten tritt, und greift mit der linken Hand in eine der kleine Gürteltaschen um einen kleinen grauen Kasten, daumengroß, auf dessen Oberfläche ein roter Knopf eingelassen ist zu Tage zu fördern. „Falls die Technik im U-Raum versagt, haben Sie das selbst in der Hand, Meister Jedi.“, ergänzt er und reicht ihm das Kleinod entgegen bevor er das Schott freigibt und offensichtlich in sein COM spricht. „Agent Travlin, Besuch auf 21.12 CST loggen. Freigabe erteilt, Schott öffnen.“

„Ich nehme an, damit habe ich Zugriff auf das Neuralhalsband, Soldat?“, fragt der Meister, während er zum Schott tritt. „Das gesamte Fesselkonstrukt, macht er eine falsche Bewegung – Sie können das warscheinlich besser als wir einschätzen – können Sie ihn damit direkt außer Gefecht setzen, haut auch einen Gundark um. Bei TSP-121 können Sie meinetwegen so oft schocken wie Sie möchten, ist ja nicht so als hätte der Gefangene es nicht verdient.“

Teriso nickt bedächtig. „Nur, dass die Strafe die Taten nicht ungeschehen machen kann. Ich danke Euch.“ Mit einer gemessenen Bewegung verstaut er den Aktivator irgendwo in denTiefen seiner Robe. Der Soldat hebt unter seinem Helm warscheinlich gerade die Braue, so hört sich zumindest das folgende „Ja, warscheinlich.“ an, bevor er den rechten Daumen in Richtung einer der zahlreichen Kameras hebt und man leise hört, wie sich schwere Riegel zurückziehen.

 Aufnahme 2: Zellenbereich 
Der Jedi wartet, bis das Schott offen ist, dann betritt er die Kammer. Er bleibt vorerst stehen, fast bewegungslos, und betrachtet den Gefangenen vor sich. Der Raum ist still, abgesehen vom Surren der Mechanik der Kampfdroiden, die den Eintretenden sondieren, um dann wieder auf Labrass ausgerichtet zu sein. Der Jedi strahlt eine geradezu enervierende Ruhe aus, öffnet seine Präsenz förmlich, um diesen Eindruck zu vertiefen.Der Raum, in dem Labrass untergebracht ist, hat sich nicht wesentlich verändert. Weiterhin ist er grell beleuchtet und weiterhin hält man den Sith in der restriktiven Fesselung. Die Drogen, die bis vor kurzem seine Sinne derart benebelt hatten wurden reduziert, sodass er nun in der Lage sein könnte, weit mehr von seiner Umgebung wahrzunehmen als in den Wochen zuvor.Entgegen dieser ‚anregenden‘ Änderung sitzt der Sith-Lord, dessen graue schlichte Gewänder von dieser Hoheitsbezeichnung nichts anmerken lassen, auf den Knien inmitten dieses Hochsicherheitsvogelkäfigs und stiert, ohne großartig viel zu blinzeln, zu einer der Kameras hoch. Immerwieder zucken die korrumpierten Pupillen jedoch von links nach rechts, runzelt sich die blasse Stirn, als würde er etwas nachvollziehen wollen – ist von etwas irritiert.Das schwarze Haar, auf Bildern der Akte meist zurückgekämmt und tiefschwarz, liegt strähnig wie fettig auf dem blassen Haupt, hat an Länge gewonnen und umrahmt die scharfen Züge des Sith. Die Pupillen huschen weiter von links nach rechts, die Augen verengen sich eine Spur misstrauisch, und warscheinlich eher für die Jedi als für ihn spürbar gehen kleine Fühler von ihm aus, tasten nach ihrer Umgebung.

„Der Twi’lek hat nichtmal den Anstand sich selbst sehen zu lassen, hm?“, kommt es nur leise – man hört wie die Stimmbänder seit langer Zeit keinen Nutzen erfahren haben – gefolgt von einem Knurren aus der Mitte des Raumes ohne das sich der Sith auch nur einen Deut von der Stelle rührt, geschweigedenn das Haupt wendet. Auf die Nähe erkennt man kleine Nuancen in dem Trugbild eines durchgestreckten Rückens, einer Haltung von scheinbarer Souveränität, des athletischen Körpers in dem enttäuschend schlichten Gewand. Nuancen die verraten, dass die Gefangenschaft bereits Spuren hinterlassen hat, selbst bei allem Schein ist das Rückgrat nicht zur Gänze durchgestreckt, und das markante Kinn nicht so hoch, wie es Aufnahmen vermuten lassen haben. Aber viel interessanter ist was man spürt, kleine Funken die zornig auf und ab springen seit Teriso’s Gelassenheit sich breit macht.

Teriso gibt kein Wort von sich, in einer gemessen Geste kniet er gegenüber des Sith nieder. Er legt die Hände auf den Oberschenkeln ab und auch sein Rücken ist gerade. Mit dem Unterschied, dass seine Haltung gleichsam gestärkt wirkt, ein Baum, der Kraft aus dem Erdreich zieht. Wenn der Jedi das Aufsprühen des Zorns wahrnimmt, lässt er sich nichts anmerken. Er sieht einfach nur ruhigen Blickes den Sith an.
Die Augen verengen sich zu kleinen Schlitzen, der Blick der reptilienartigen Pupillen senkt sich herab auf den Jedi und unterzieht ihn offensichtlich einer Musterung. Ganz langsam ziehen sich die Finger der rechten Hand zusammen, die Fingernägel dringen in den Stoff der Hose und ziehen ihn mit, und bilden eine Faust während er sich auf das ‚Duell‘ einlässt. Seine Atmung spricht Bände über seinen Partner, ein Hsiss, so schwer und forciert klingt sie.

„Und das wird?“, knurrt er. Teriso hält den Blick des Sith, seine Atmung geht kontrolliert, es ist unschwer erkennbar, dass Jahre der Konditionierung dahinter stecken. Er antwortet schließlich mit sonorer Stimme, die indes glatt wirkt, neutral vielleicht: „Ein Bekanntmachen. Ihr werdet mit mir vorlieb nehmen müssen.“

„Ich bin ungern im Unklaren über den Namen meines Gegenübers, so gerne ich ‚Jedi‘ ausspucke.“, gibt er verhältnismäßig beherrscht – man hört heraus wie er Galle und Zorn mit dem Kehlkopf blockiert – zurück während seine rechte Hand das Schauspiel einer sich ballendend, dann wieder lockeren, Hand wiederholt als würde er seine Hand dehnen. Immerwieder stößt er die Luft schnaubend über die Nase aus wie ein gereiztes Tier und das Brodeln in seinem Inneren gibt hervorragend Auskunft darüber wie unzufrieden er mit der ’neuen‘ Situation ist.

Der Jedi nickt bedächtig. Selbst diese Geste ist von einer kontrollierten Ruhe geprägt. Die Aufmerksamkeit des Meisters ruht auf seinem Gegenüber, als wolle er jede Bewegung nicht nur sehen, sondern wahrnehmen. „Meister Hars Teriso.“ Der bärtige Mann senkt in der Andeutung eines Grußes den Blick, dann sieht er wieder zu Labrass. „Es gibt so vieles, das ihr gern erfahren würdet, dessen bin ich sicher.“

Auch wenn die Augen weiterhin nur kleine wütende Schlitze sind so senken sich die Augenlider doch für einen Moment, sei es Kentnissnahme oder ein überaus distanzierter Gruss, und das markante Kinn reckt sich begleitet von einem grimmigen Lächeln. „Labrass, Lord der Sith – Aber das wisst Ihr und das Ungeziefer in Eurem Schoß nur zu gut.“, entgegnet er beherrscht und selbst bei den geschwächten Stimmbändern hört man den triefenden Narzissmus, den tiefsitzenden Hass, deutlich heraus. Die Stirn wird derweil von leichten Furchen durchzogen, als wäre er milde überrascht oder eine Spur nachdenklich, und so verhalten diese Geste ist so ‚laut‘ stößt gerade der Vulkan Lava aus als hätte man ihn verärgert. Anstatt einem Brüllen entfährt ein unterdrücktes Zischen, zucken die Augenlider zusammen, und es kommt warum auch immer nicht zu einer Eruption. Wie ein getretenes Tier, gepresst und guttural, kommt die folgende Frage als hätte er gerade erst Schmerzen empfunden: „Was ICH wissen möchte, oder was IHR so über mich erfahren wollt um EURE Fragen zu beantworten?!“

Wieder atmet der Jedi ruhig ein und aus, wieder scheint er sich in tiefer Ausgeglichenheit zu sammeln. Weder die Beleidigung noch der pure Hass des Sith scheinen in sein Innerstes vorzudringen. Mit ruhiger Stimme antwortet er: „Ihr wollt wissen, warum passiert ist, was nicht geschehen konnte, nicht geschehen durfte, Lord der Sith. Durch den Sieg zerbersten Eure Ketten“ Er spricht diesen letzten Satz betont und ruhig, während er Labrass weiterhin ansieht, das tiefe Grün seiner Augen im krassen Gegensatz zu seinem Gegenüber. „Ihr wollt wissen, warum ihr nun das Gegenteil erreicht habt.“

„Bitte, erleuchtet mich über mein Verlangen, Meister Hars.“, spuckt er abfällig aus und ballt mittlerweile beide Hände zu einer Faust während man durch den dünnen Stoff der Hose sieht wie die ’noch‘ muskulösen Oberschenkel sich anspannen als würde er gleich aufspringen. Immerwieder verdecken jetzt die Augenlider den wütenden Blick während immerwieder kleine Schocks durch seinen Körper gehen, den brodelnden Vulkan daran hindern auszubrechen.

Die Kampfdroiden erwachen aus ihrer Starre, als Labrass zunehmend unruhiger wird. Ein hochfrequentes Surren verrät, dass die Waffensysteme aktiviert werden. Vorerst aber rühren sie sich nicht. Teriso schüttelt indes sacht den Kopf. „Ich denke nicht, dass Ihr meiner Belehrungen bedürft, Lord Labrass“ und wieder sagt er das in aller Ruhe.

„Exakt. Ihr seid es der etwas braucht, ihr und die Maden die Euch vorgeschickt haben um mir all die kleinen Geheimnisse zu entlocken die ihr benötigt um wirklich zu ‚gewinnen‘.“, knurrt er erregt weiter während sich die Fingernägel in Stoff und Fleisch graben als würde er sich am Boden, den Oberschenkeln, ‚halten‘. Die Mundwinkel schließen sich dem elektroinduzierten spastischen Zucken der Augenlider an, aber man spürt das er im Begriff ist seinen Zorn herunterzufahren – was den Prozess nicht weniger schmerzhaft macht.
Der Jedi betrachtet Labrass, ohne dass er sich selbst bewegen würde. Er scheint in aller Ruhe abzuwarten, dass der Sith sich wieder unter Kontrolle bekommt. Seine Mine zumindest verrät nicht, ob irgendein Gefühl die Oberhand gewinnt, oder ob er Anteil am unbändigen Schmerz seines Gegenübers nimmt.

Es folgen noch mehrere wütende Luftaustöße über die Nase, die hervorragend darüber Auskunft, geben wieviel Wut dieser Mann angestaut hat, bevor sich die Atmung wieder auf ein ‚akzeptables‘ Niveau senkt. Hinter den Augen köchelt es aber noch deutlich, das lassen schon die Funken erahnen die immernoch fröhlich tanzen aber was erwartet man auch von einer Entität die 50 Jahre nur auf Hass gefußt hat. „Ihr liegt falsch wenn Ihr denkt dass dies meine erste Priorität ist, herauszufinden wer diese Unmöglichkeit verursacht hat.“

„Nein, das ist wirklich nicht Eure oberste Priorität.“ Teriso sagt das beinahe verständnissvoll, dann erhebt er sich. Wieder tut er das in gemessener Geste. Ein geübtes Auge kann erkennen, dass er sich sehr darauf konzentriert, einen Schirm tiefer Ruhe zu erzeugen, der gleichsam ein Schild gegen den geballten Zorn des Sith darstellt.
„Ich kann es kaum erwarten Euch näher kennenzulernen, Meister Hars.“, formuliert er sein Kompliment mit dem Tonfall einer Morddrohung und einem Blick der bei schwächeren Gemütern für einen Herzstillstand sorgen würde. Teriso nickt bedächtig. Vielleicht ist es seine mentale Konzentration die ihn den Blick halten lässt und schließlich auch mit ruhiger Stimme antworten lässt: „Ich überlasse Euch Euren Erwägungen, Lord Labrass.“

Der Jedi wendet sich dann um und nickt in eine der Kameras, bevor er wartet, bis das Schott wieder entriegelt wird. Noch während das Geräusch der sich öffnenden Verrieglung den Raum erfüllt, ändern die Droiden ihre Position und richten sich wieder frontal zu Labrass aus. Ein Schnauben begleitet den Abgang des Jedi, dann richtet Labrass den Blick langsam wieder zur Kamera hoch um ihr mit dem gleichen Grimm zu begegnen, den er ihr seit zwei Wochen widmet.

 Aufnahme 3: Überwachungsraum 
Vor dem Schott des Überwachungsraumes bleibt der Mausdroide eine Weile stehen bevor sich eine kleine Klappe direkt neben dem Schott öffnet und er hineinfährt, in Standby geht bis ihn der Nächste anfordert. Natürlich ist die Türkonsole neben dem Schott gesperrt, aber nicht für lange denn jemand scheint so frei gewesen zu sein weiterzugeben das ‚Besuch‘ kommt.Im Überwachungsraum der Ebene 25 sitzt ein hagerer Kerl mit blondem schütteren Haar zurückgelehnt auf seinem Sessel, eingepackt in eine mittlerweile etwas zu enge Uniform des SID – so lässt zumindest das geringere Wohlstandspolster um die Taille vermuten. Der Raum an sich ist vorallem eins – eng, muffig und helleuchtend aufgrund der ganzen Bildschirme.Seerias Blick gleitet kurz aufmerksam in dem kleinen Raum herum, bevor sie einige wenige Schritt hinein nimmt und wieder, höflich wie sie ist, ihr Haupt grüßend gen SID-Kerl neigt. „Nabend. Zu jung für Kontaktsport, hm?“, kommt es weniger höflich und legere von dem SID-Mitarbeiter der den Blick zumindest pflichtbewusst auf den Bildschirmen hält. „Solang du dich vor keinen Bildschirm stellst, fühl dich wie zu hause. TSP-121 ist hier.“, er vergrößert die Aufnahme von Labrass auf einem zentralen Bildschirm.“Wahrscheinlich kann man es so ausdrücken,“ entgegnet sie immer noch ruhig und bröseltrocken während sie sich kurz umschaut um die beste, nicht störendste Beobachtungsposition vor dem entsprechenden Monitor zu finden. „Vielen Dank“, fügt sie dann noch höflich an als sie sich an ihre zuvor ausgelotete Position bringt. Ihr Blick legt sich auf den Schirm, wandert die Kanten des Körpers des Sith entlang und legt sich Schlussendlich auf dessen Gesicht. Ihre schmalen Schultern heben und senken sich in einigen tiefen kontrollierten Atemzügen.

Das Gesicht des Sith kommt bei einer Nahaufnahme nicht gut weg; tiefe Augenringe zeugen von Müdigkeit, zahlreiche Falten sind Sinnbild von gemeißeltem Grimm, und die Haut ist unnatürlich blass. Allein die Augen wecken den Anschein als wären sie ‚wach‘ und glimmen orange-rot, die Pupille mehr ein Schlitz, während sie direkt auf die Kamera stieren. Optisch ein Sinnbild der Ruhe, aber die zurückgeschraubten Drogen lassen leise einige seiner Wellen voller Hass über die Dämme brechen.

„Der Typ starrt seit 2 Wochen immer in die Kamera. Zwei meiner Kollegen haben sich schon Urlaub genommen … soll das einer verstehen.“, grunzt der Blondschopf und kramt mit der linken Hand in einer Schublade.

Die Mirialanerin atmet erneut einen Atemzug lang tief durch, wohl als Gegenreaktion um nicht einen Schritt von dem Schirm zurück zu treten als sie das Gefühl hat, dass sich die Augen des Sith direkt in ihr Bewusstsein bohren. Ihr Kopf ruckt zu dem SID-Kerl als dieser plötzlich spricht. „Es ist keine Schande, dass Eure Kollegen einen solchen Blick nicht ertragen können. Selbst wenn sie nicht informiert sind über die Gräultaten dieses Mannes.“ Ihr Blick wandert wieder zu dem Schirm, dann nickt sie sacht als würde sie damit ihre vorherige Aussage, die Richtigkeit, dass jener Mann nun sicher gestellt ist und die Richtigkeit des generellen Tuns der Jedi bestätigen.

„Ist hier jeder, TSP-121 ist gerade der Star von Ebene 25 auch wenn es ihm sicherlich nicht gefällt, allein deswegen lass ICH mich von diesem Gestarre nicht einschüchtern. ICH nicht.“, äußert der Blonde grimmig und beendet das Kramen endlich nachdem er eine kleine silberne Tüte hervorgeholt hat. „Wenn ich schon keinen vernünftigen Platz anbieten kann. Kekse?“

Und wieder geht der Blick der Padawan zu ihrem blonden Gastgeber. „Und es ehrt Euch, dass Ihr dieses Pflichtbewusstsein habt und Eurer Aufgabe gewissenhaft nachgeht.“ Eine kurze Pause folgt in der ihr Blick kurz zu den Keksen geht. „Nein, vielen Dank. Ich habe bereits gegessen. Ich mache mir nicht viel aus Süßgebäck.“ Entgegenet sie ebenso trocken wie es die Kekse wahrscheinlich sind. „Mein vorheriger Meister sagte immer ‚Hauptsache der Darm ist stramm‘ und daran halte ich mich.“ Und wieder geht der Blick ernst zu dem Überwachungsschirm. Lächeln oder Scherzen ist bei der grünen Padawan wohl Mangelware.

Im Bildschirm reflektiert sich die gerunzelte Stirn des Blonden, ganz kurz dreht er den Kopf etwas nach rechts um die Padawan zu mustern. „Ja, ja gewiss, es ehrt mich.“, äußert er skeptisch als könnte er damit nicht viel anfangen und öffnet leise knisternd die silberne Tüte. „Das ihr Machtnutzer immer so awkward sein müsst, alle ..“, er hebt das Kinn zu Labrass bevor er sich einen Keks genehmigt, ihn zuvor in seinen Caf tunkt.

„Awkardness liegt immer im Auge des Betrachters“, merkt sie analytisch an während sie auf den Schirm blickt. Allerdings hebt sich ihr rechter Mundwinkel für einen flüchtigen Moment.

„Klar, irgendwie so. Wenigstens seid ihr nicht so prätentiös wie die Teras Käsi-Anhänger und Mönche, mit ihren Fake-Geheimnissen für längeres Leben und Gesundheit. Ihr seid zwar tausendmal so mystisch, aber bei euch scheint ja etwas dran zu sein … außer ihr seid die besten Illusionisten der Galaxie.“ – Hier scheint wohl nicht nur Lord Labrass lange die Stimmbänder nicht genutzt zu haben.

Sie wendet ihren Blick dieses Mal nicht zu ihrem blonden Companion, sondern antwortet nur in ruhiger Stimme während der Blick aufmerksam auf die Geschehnisse in der Zelle gerichtet bleibt. „Mystisch sind nur die Dinge, die wir nicht gänzlich verstehen. Der Blick eines Kindes ist geprägt von Wunder über die ihm unbekannte Welt und auch der Blick auf die Jedi ist oft verklärt durch Unverständnis. Ich bedaure es, wenn dieses dazu führt, dass Personen Abstand von uns nehmen weil sie nicht _verstehen_. Es wird jedoch zu einer Gefahr wenn Unverständnis zu Furcht führt und zu Reaktionen die auf Furcht gründen. Aus diesem Grund streben wir nach Wissen.“ Eine kurze Pause, dann wendet sie den Blick für die nächsten Sätze zu dem SID-Mitarbeiter. „Und vielleicht _wisst_ Ihr mehr als Eure Kollegen weshalb Ihr keine Furcht empfindet vor dem Gefangenen. Respekt, ja wahrscheinlich. Aber keine Furcht.“ Jetzt lächelt sie für einen flüchtigen Moment sanft aber im nächsten Moment ist ihr Gesicht so ernst wie zuvor und der Blick auf den Überwachungsschirm gerichtet.

„Keiner redet hier von Abstand. Lieber Gäste die meine Kekse ablehnen, als Gäste die sie mir wegfressen. – Ihr glaubt nicht was in so einen Nautolaner-Magen passt, wenn die überhaupt nur einen haben.“, entschärft er direkt die ‚Philosophie‘ mit etwas Flachs und einem leichten Schmunzeln während er einen Keks herausfingert. „So lange mich dreißig Wände, 2000cm Durastahl, Kampfdroiden und Fesseln von diesem Wahnsinnigen trennen kann er starren wie er will. In die Zelle würde ich jedenfalls nicht gehen, den Fehler hat schon einer gemacht.“, brummt er und dann sieht man anhand des Blinzelns wie etwas in seinem Gehirn rattert. „Wobei der Penner jetzt drei Wochen Urlaub hat …“, dann winkt er ab. „Nah. – Was’n mit Caf, is der auch zu mystisch für Jedi?“

Seerias Blick bleibt weiter ernst auf den Bildschirm gerichtet. Sie verzieht den Mund kurz, für ihren Companion sollte sie weiterhin wie eine ruhige braune Säule wirken, nur ein Machtsensitiver würde wohl spüren wie sie immer und immer wieder die Anspannung ihrer Nerven beruhigt. „Nein, danke. Ich mag Caf nicht sonderlich gerne.“ Ihre Stimme klingt immer noch ausgeglichen, aber es ist deutlich, dass sie der Antwort sowie dem anderen gerade wenig Aufmerksamkeit schenkt, da der Hauptteil ihrer Konzentration dem Gespräch 30 Türen weiter zugewandt ist.
„Was hindert Euch Jedi eigentlich daran einfach in den Geist eures Gegenübers einzudringen, oder speziell jetzt? Und jetzt tut nicht so als könntet ihr das nicht, ich hab das alles schon beobachten können in 20 Jahren.“, der Agent stockt kurz und bläst die Wangen auf. „Scheiße, 20 Jahre.“

„Das Eindringen in den Geist eines Gegenübers ist ein Angriff. Wenn Ihr auf 20 Jahre Erfahrung zurück greifen könnt, dann wisst Ihr auch, dass Jedi nur angreifen, wenn die absolute Notwendigkeit dazu besteht. In diesem Fall…wäre wohl der Angriff genau dies, worauf der Sith wartet.“ Sie atmet tief durch. „Meister Teriso ist nicht hier um dem Sith das zu geben, was dieser wünscht zu erreichen. Das Gegenteil ist der Fall…“ sie bricht ab und ihre Lider zucken kurz synchron zu denen des Gefangenen.

„Ihr werdet schon einen Plan haben und so lange unsere Jungs da nicht rein müssen, soll uns das reichen. Hab nicht sonderlich oft mit Euren Leuten verkehren dürfen. Oder seh ich so aus als hätte ich viel Kontakt mit den hohen Tieren?“, so bitter es klingt so breit und zufrieden lächelt er während er nach einem weiteren Keks greift. „Merkwürdiges Verhör das euer Meister da führt.“

Einen langen Moment schweigt sie. „Das ist kein Verhör“, stellt sie analytisch fest und nickt dann sacht als würde sie ihre Worte damit unterstreichen. „Nicht? Ich dachte das wäre nur irgendein Kniff den euer Meister da ausprobiert. Komischer Kauz.“, der Agent hebt direkt beschwichtigend die rechte Hand. „Nichts für ungut.“

„Es ist alles in Ordnung“, antwortet sie mit ihrer ruhigen Stimme. „Es ist wahrscheinlich auch ein Kniff.“ Dann wendet sie sich zu ihm um als Teriso den Raum verlässt. „Es war mir eine Freude Euch kennenzulernen und ich bedaure, dass ich so ein unangenehmer Gast war, der weder Kekse noch Caf wollte. Aber ich weiß das Angebot zu schätzen.“ Sie lächelt jetzt leicht aber freundlich während sie kurz ihr Haupt neigt. „Es wäre sehr freundlich, wenn Ihr wieder den Droiden rufen würdet, der mich zurück geleitet.“
„War sicher nicht das letzte Mal? Vielleicht hab ich ja organische Früchte hier, oder so. Angenehmen Abend noch.“ Er ergänzt noch. „Mach ich.“, ein paar Eingaben auf dem Bedienfeld später kommt der kleine Mausdroide wieder piepend aus seiner Standbyluke und düst los.
„Ein Wasser wäre schön.“ Die Mirialanerin lächelt erneut – jetzt wird es doch inflationär – aber wendet sich direkt ab um den davon sausenden Droiden zu folgen.“

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