Holonachricht an Jestocost Alde

Das Gesicht in der Kamera sieht grau aus und sichtlich abgekämpft. Nur die Augen zeugen davon, dass der Jedi noch ganz er selbst ist. Er spricht mit seiner üblichen, ruhigen Stimme, die heute dennoch rau erscheint; das verbale Äquivalent zum Erschöpfungszustand des Jedi.

Meister Alde, ich grüße Euch.

Ich richte meinen heutigen Log-Eintrag direkt an Euch und möchte Euch bitten, meine Präsenz und meine Worte gewissenhaft zu erwägen. Wann immer meine Aufgaben es erfordern, dass ich mich derart Nahe an die Dunkle Seite bewege, halte ich es für unbedingt notwendig, dass mein Wesen und mein Handeln im Gefüge der Macht sorgsam reflektiert wird.

Ich habe gestern erneut den Kontakt zu Lord Labrass aufgenommen. Dieses Mal war es Captain Trigger, die das Gespräch führte und Lord Labrass‘ Emotionen mit Hilfe von visuellen Reizen und ihrer Dialogführung zu lenken suchte. Sie trat dabei nicht in direkten Kontakt zu Lord Labrass, sondern arbeitete mit einem Stimmverzerrer, während ich im Raum war und mich mental Lord Labrass zugewandt habe. Die Aufzeichnungen werde ich dem derzeitigen Bericht hinzufügen.

Für einen Augenblick hält der Jedi inne, dann atmet er bewusst ein und aus. Man sieht, dass er sich in vollem Bewusstsein darauf konzentriert, seine eigene Ausgeglichenheit wieder zu finden.

Ich kann nun mit Sicherheit sagen, dass Lord Labrass keine weiteren Informationen preis geben wird. Sein Willen ist stark, seine Verbundenheit mit der Macht, selbst in seinem jetzigen Zustand gegeben. Ich nehme an, dass er soweit geht, einen Verrat in den eigenen Reihen zu rächen. Nach dem gestrigen Kontakt denke ich, dass er die Macht selbst als den Verräter in seinen Reihen ansieht. Folglich wird er sich sie zum Untertan machen, mit aller Kraft, die ihm zur Verfügung steht.

Es fällt mir schwer, das Gefüge der Macht als zu unterwerfendes Werkzeug zu sehen, Meister Alde, ich denke aber doch, dass dieser Sith es tut. Gleichzeitig lechzt er nach den Möglichkeiten, die ihm seine Leidenschaften und damit die Macht selbst eröffnen. Ich habe im Verlauf des gestrigen Kontaktes eine Ahnung davon erhalten, für die ich einen hohen Preis zu zahlen habe. Wir müssen uns stets unserer Ziele erinnern und bedenken, dass die Wahl der Mittel für unsere Ziele immer auch unseren Weg bestimmt. Wie gerne würden wir den einfachen Weg einschlagen, der indes viel zu oft ins Dunkel führt.

Erneut verhaart Teriso einige Sekunden, wiederholt seine Meditation. Sein Gesicht wirkt nun etwas weniger angespannt. Die Augen scheinen die wiederkehrende Ruhe anzudeuten.

Insbesondere die letzten Nachrichten machen Eure Warnung bedeutsam, Meister Alde. Ich möchte nur dies erwägen: wo Zweifel ist, ist Angst. Wo Angst ist Zorn. Der Zweifel ist eine dunkle Saat und vielleicht müssen wir ein Opfer bringen, um den Frieden dort zu wahren, wo er unser wichtigster Schild ist: im Innern und in den Herzen der Bürger der Republik. Verlieren sie das Vertrauen in jene, die sie schützen sollen, könnten Einige dem einfachen Weg folgen und ihre eigene Gerechtigkeit anstreben. Zweifeln auch jene, die schützen und verteidigen, bekommt der Schild Risse. Dies könnte der Preis sein, den wir zahlen, wenn wir Lord Labrass in Gewahrsam halten.

Möge die Macht mit uns allen sein, Meister Alde.

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