Labrass‘ Verhör 3

zu den Autoren
Was hier zu lesen ist das Log der gespielten Szene, sodass die Autoren die Spieler von Trigger, Labrass und eben Teriso sind.

Labrass hat die lange Ruheperiode, die er mal wieder in der wenig spannenden Gesellschaft einer Toilette, einer läppisch flachen Matte, und zwei Wachdroiden verbracht wurde, dieses Mal weniger eintönig verbracht. So sah man den Sith nicht nur auf den Knien oder rastlos in der Zelle auf und abgehen. Nein. In einem fast regelmäßigen Rhythmus wurden Kräftigungsübungen gemacht, bis ihm stets durch die ‚Überwachung‘ ein Riegel vorgeschoben wurde. Wie? Mit aktiviertem Schockhalsband hatte man ihn immer wieder aufs neue zur Ruhe gebracht.

Die Zelle selbst erscheint zunächst unverändert. Schließlich aber hebt sich das schwere Schott, ein simpler Holoprojektor wird von einem Droiden auf einen Rollwagen hereingebracht. Er verlässt schließlich den Raum, wieder kehrt Stille ein. Nachdem der Droide verschwunden ist, bleibt das Schott offen. Eine enervierende Ruhe breitet sich aus, stellt die Nerven des Sith womöglich auf eine harte Probe. Bald wird klar, von wem diese Ruhe ausgeht, denn ihr folgt gemessenen Schrittes der ältere Jedi, hinter dem das schwere Schott wieder in die Verankerung fällt.

Der Blick der Augen Labrass‘, deren schwärzlich unterlaufene Haut mittlerweile größer scheint als die Linsen selbst, richtet sich natürlich ohne Umschweife auf den Urheber des Tumults in seiner Zelle und entlockt den Augenbrauen, schwarze Maden auf der blassen Fassade seiner teils eingefallenen Züge, einen skeptischen Schwung. Aber was bleibt ihm mehr, als stoisch das Treiben zu verfolgen? Nichts. Dennoch erhebt er sich von seinen Knien und lässt seine Stimmbänder, als würde er sie wecken, in einem langgezogenen Brummen vibrieren. Als würde er in Bälde Gäste empfangen, senkt er die Hände vor dem Bauch ab, legen sich die dürren spinnengleichen Finger der rechten Hand um das linke Handgelenk, und orientiert sich der Blick auf die Tür, das Portal zur enervierenden Ruhe.

Teriso richtet seinen ruhigen Blick auf Labrass, lässt seine Präsenz gleichsam wirken und spricht dann in einer Stimme, die absolut ausgeglichen wirkt: „Ich grüße Euch, Lord Labrass.“

„Meister Teriso. Ich hoffe, Ihr habt wohl über unsere letzte Unterhaltung sinniert und Euch beraten. Zeit hattet Ihr schließlich genug, nicht?“, antwortet der Sith tief und kratzig, während selbst jetzt allein Terisos Ausstrahlung unterflächig spürbar Funken sprühen lässt. Funken, die sich äuerßlich nur an einem Ort zeigen, dem grimmig fahlen Schein der orange-roten Pupillen, während die eingefallenen Züge entweder nicht die Kraft oder nicht den Willen haben, einen Ausdruck zu formen.

Der ältere Jedi nickt mit gemessener Geste: „Ich denke, wir werden dies herausfinden, Lord Labrass.“

Teriso lässt sich damit auf seine Knie nieder und legt die Hände sorgsam auf den Bauch, indem er sie vor sich ineinander verschränkt. Jede der Bewegungen ist von einer tiefen Ruhe geprägt, die Aufmerksamkeit des Jedi liegt auf Labrass. Er betrachtet ihn und unverkennbar sucht er auch nach seiner Präsenz im Gefüge der Macht. Schließlich wird das Licht im Raum abgedunkelt. Der Holoprojektor beginnt zu flackern. Nichts davon scheint den Jedi aus seiner Konzentration zu bringen.

Schweigsam verfolgt der Sith die Bewegungen seines älteren Gegenspielers mit der Attitüde einer Bestie auf der Pirsch ohne seinerseits diesmal die Augenhöhe zu suchen, sich selbst hinzusetzen. Stoisch verharrt er in der Pose, gleich einem geschändeten Denkmahl, und spricht nur durch das Gewebe der Macht. Seine Präsenz hat etwas von einem Schatten, der Schatten geradezu regelmäßig zündelnder Flammen dessen Konturen weich, geglättet und beherrscht wirken. Nur hier und da schleicht sich in diese Illusion eines perfekt kontrollierten, eingedämmten Feuers aus Angst, Zorn, Verzweiflung ein unruhiges rastloses Flackern. Das ‚Schauspiel‘ sorgt für noch deutlich verengtere Augen und das leise Knirschen von Zähnen, die ein markanter Kiefer wie Mahlwerk gegeneinander reibt.

So reizarm der beengte Raum über einen so langen Zeitraum war, ändert sich dieser Zustand schlagartig, als der Holoprojektor nach dem kurzen Flackern in einem Stakkato visueller Reize aufflammt; Bilder werden in die Luft geworfen, hunderte die Sekunde, ’so‘ rasend schnell dass bis auf ein Brei aus Farbe und Licht ‚gar‘ nichts auszumachen ist. Gleichzeitig schaltet sich vom Holo kommend eine zweite Begrüßung dazu – eine Stimme ohne Höhen und Tiefen, mechanisch, ‚klar‘ computergeneriert. Eine Stimme die ’nichts‘ vermittelt. Keine Ruhe, keine Nervosität – all die Feinheiten, die eine ‚echte‘ Stimme ausmachen, ‚fehlen‘. Ein ‚reiner‘ Träger von Informationen. „Guten Abend, Lord Labrass.“

Der Blick des Jedi folgt den Bewegungen des Sith, aber er bleibt weiterhin seiner ruhigen Haltung, ganz unabhängig davon, was sonst gerade zu hören und zu sehen ist. Es scheint, als suche er nun den mentalen Zugang zu dem Sith, als taste er wieder und wieder nach jedem Aspekt von Labrass‘ Präsenz.

„Seid Ihr müde geworden Eure Weisheiten mühsam aus einer Litanei zu zitieren und lasst dies nun eine Maschine für Euch übernehmen?“, kommt der Spott weniger humoristisch als offensichtlich feindselig, geradezu beleidigt, einem Zischen gleich über die spröden Lippen. Weitere kleine Funken schicken sich an, die glatten Konturen des allumfassenden Schatten der Präsenz des Sith-Lords zu erodieren.

Teriso richtetet seinen Blick auf den Sith. Darin liegt eine tiefe Ruhe, eine tiefe Konzentration. Die einzige Antwort liegt darin, weiterhin mental der Präsenz des Sith nachzuspüren.

Auch der Sith richtet den Blick lieber auf seinen Gegenpart, scheinbar durchaus dessen bewusst was Teriso sucht und wie jener seine Fühler nach ihm ausstreckt. Der Schatten dehnt sich aus und schickt sich an die Funken einfach in einer Woge kontrollierten Hasses zu ersticken die er über die Fühler des Jedi einbrechen lassen will. Alles begleitet von einem Blick der vielleicht gar dem Tod das Fürchten lehren könnte, zumindest steht die Intention sowie die Mordllust deutlich in diesem Ausdruck. Es folgt ein gutturales Knurren: „Man ignoriert mich weder, noch spielt man mit mir, Meister.“

Natürlich verlangt ihm dieser Wunsch, diese Kontrolle, alles ab und direkt zeigen Neuralkragen wie Drogen die verheerende Wirkungen auf einen Geist der Jahrzehnte nur über ‚Macht‘, und davon möglichst viel, beherrscht wurde. Schmerz mischt sich in Schatten wie Ausdruck und neuerlich treten blau Adern wie Geschwüre auf den sichtbaren Hautpartien auf.

„Sie werden nicht ignoriert, Lord Labrass“, antwortet statt des Jedi der Computer. „Sprechen wir über Sie. Sprechen wir darüber, warum Sie hier sind. Sprechen wir darüber, wie Ihr Versagen möglich gemacht wurde. Sagen Sie stopp, wann immer es Ihnen beliebt.“

Die spröden Lippen beben, ein zorniger Strich, und so wird die schwere Atmung nur über die Nase gesteuert. Wie bei einem aggressiven Nexu weiten sich die Nasenlöcher gefährlich bei jedem Atemzug und schlagartig wendet sich der mordlüsterne Blick auf die Maschine. „Warum sollte ich mit einem Gesichtslosen verhandeln der sich nicht einmal traut mir jetzt, umschlungen von Ketten, entgegen zu treten?“

Teriso atmet kontrolliert ein und aus, erzeugt bewusst einen Schirm, der von tiefer Ausgeglichenheit gekennzeichnet ist, während er jedem Wort des Sith auch mental nachspürt.

„Illusion der Kontrolle“, kommentiert die Tonspur das Gesagte nur vollkommen wertfrei und das Stakkato stoppt auch ‚ohne‘, dass der Lord diesen Befehl formuliert. Das Bild, das in die Luft geworfen wird, zeigt ein Holofile der Xar-Handelsgesellschaft, in der oberen rechten Ecke thront das Pyramidenlogo hoheitlich über dem offiziellen Schriftzug, darunter geht es bedeutend nüchterner weiter; es handelt sich um eine offizielle Lagerliste der Gesellschaft, datiert ist sie auf Anfang null-acht des letzten Jahres, aufgeführt sind Durastahl, Blastergewehre, eine kleine Menge Cortosis, 30 Kampfdroiden, 5 modifzierte Kampfdroiden (als nicht verkäuflich markiert), Nahrungssyntheziser, wenige Tiere und ein einzelner Cathar-Sklave.

Die Hände, die bis zu diesem Zeitpunkt noch vor dem Bauch gefalten waren, sind es vorrangig die den Prozess des Lesens und die damit verbundenen Regungen in dem Sith dokumentieren: Die Finger, Spinnenbeinen derzeit so ähnlich wie nie, lösen sich von einander und verkrampfen sich anfänglich bis sie sich jeweils zu zwei bebenden Fäusten zusammenfügen. Da der Blick sich nicht mehr steigern lässt wirkt es für einen Moment fast als würden die glühenden Funken direkt aus Labrass fahlem Gesicht springen, stattdessen ist es der Geifer der zu Boden geschleudert wird bei dem folgenden Auswurf toxisch-verbalen Hasses: „Ich weiß bereits dass ich verraten wurde. Wie sonst hätte euer jämmerlicher Haufen überhaupt eine Chance gehabt? Ich hätte euch alle zerquetscht, all das schwache Gesocks das ihr vor sich selbst schützt!“

Der ältere Jedi schließt die Augen, spürt der Wahrheit der Worte und den dazugehörigen Emotionen nach, tastet weiterhin mental und nun zielstrebig suchend.

Eine wirkliche Defensive kann der Sith in seinem jetzigen Zustand nicht aufbauen und somit sollte Teriso es ‚recht problemlos‘ gelingen, Kontakt mit dem kalten Schatten auf zu nehmen, der mehr und mehr von einem reißenden Feuer verschlungen wird, sich die Präsenz des Lords schimpft. Es ist vorallem Wut die er erfühlen kann, ‚gerechte‘ Wut wenn man bei einem Sith je davon sprechen kann, und Labrass scheint seiner Sache überzeugt. Je weiter Teriso tastet, vorallem je länger, desto unangenehmer wird es sich mit großer Wahrscheinlichkeit anfühlen aber Ausdauer wird belohnt; Die spitzen Flammenzungen schreien laut ein Wirr-Warr an scheinbar tausenden Namen die allesamt Ziel der wallenden Wut sind.

Die mechanische Stimme fährt fort: „Wir wissen, dass sie verraten wurden. Wie sie verraten wurden. Von wem sie verraten wurden.“ Das Bild flackert kurz und reiht sich dann wieder in den Farb- und Lichtbrei ein. „Sagen Sie stopp.“

„Gebt mir die Namen!“, knurrt der Sith guttural durch aufeinander gepresste Lippen seine Aufforderung und geht auf die rote Absperrung zu während in den Pupillen das ‚rot‘ eindeutig die Oberhand gewinnt.

Teriso bewegt kaum merklich seine rechte Hand. Er bleibt aber weiterhin mental absolut auf den Sith ausgerichtet. Sein Atmen geht sehr bewusst, während er wieder und wieder nach den Emotionen des Sith tastet, scheinbar bewusst jeden Schmerz ignorierend.

Der Brei stoppt erneut. Dieses Mal ist es eine galaktische Karte. Im Sekundentakt springen ein Dutzend Bilder mit der gleichen galaktischen Karte ineinander über – unterscheiden tun sie sich lediglich in der Markierung von Hyperraumknotenpunkten. Das erste Bild hat nur Dromund Kaas markiert. Das zweite Dromund Kaas und einen Punkt im imperialen Raum, miteinander verbunden. Es folgt ein ‚weiterer‘ Punkt im imperialen Raum inklusive einer Verbindung, danach eine Handvoll Punkte im hutt space, dann Punkte in den Kernwelten, bis auf dem letzten Bild eine komplette Route mit dem Ziel „Visayus Alpha“ in die Luft projiziert wird – Schleichwege durch den Huttenraum und den Mid Rim bis in den Kern. Es ist exakt ‚die‘ Route, die für Visayus Alpha gekauft und dann geflogen wurde.„Alles hat seinen Preis, Lord Labrass“, beschließt die Computerstimme nur wertfrei.

„Spart Euch die Show und nennt Euren Preis.“, knurrt Labrass neuerlich, während die Augen wie gebannt die Punkte verfolgt haben und es für einen Moment fast so aussieht als würde der Sith in seiner wütenden Obsession mit einer Hand direkt in das Lasernetzgitter greifen. Selbst die ‚Illusion‘ einer Kontrolle über die Vorgänge im Inneren, im Gefüge der Macht, ist mittlerweile verflogen und der kühle Schatten nur noch ein Hauch in der Erinnerung. Verdrängt vom Schein eines Feuers, das selbst vor Schatten ’nicht halt‘ macht und dessen Zungen so gewalttätig ausschlagen, dass selbst ihr Herr sich, dank der Drogen und den anderen Zwängen, daran verbrennt. Mehr und mehr verzieht sich das Gesicht zu einer Grimasse aus Wut wie Verlangen im roten Schein seines Käfigs.

Teriso atmet weiterhin sehr bewusst und ruhig. Er kniet reglos da nur die äußert gerade Haltung und eine Stirnfalte zuegen davon, dass er gerade einem Sturm aus rotem Zorn widersteht und dennoch jede Nuance dieses Stirms wahrnehmen möchte, ihnen förmlich nachspürt.

Die neutrale Stimme fährt fort: „Informationen. Zweiundfünfzig Bilder. Dreizehn haben Sie gesehen. Neununddreißig verbleibende. Sie zeigen den exakten Weg. Sie verraten Ihnen einen Namen. Sie zeigen wieviel des Versagens Sie sich selber anrechnen müssen. Jedes kostet eine Information. Der Kashyyyk-Zweig. Centares. Namen. Strukturen. Daten. Sie wissen, wofür wir uns interessieren.“

Für ein paar Momente flacht das Feuer im Innern des Sith ab, als hätte man ihm den Sauerstoff mit einem Mal entzogen, während der Blick der mordlüsternen wie mittlerweile gierigen Augen rastlos von links nach rechts huscht. Die Flammenzungen flüstern nur noch ein Decrescendo an zahllosen Namen während im Hintergrund andere Gedanken die Vorherrschaft suchen. Irgendetwas versucht der Sith zu fassen, eine Frage, eine Entscheidung, ein Gefühl

Das Bild der Holoprojektion springt um. Auf den ‚ersten‘ Blick ist das Holobild einer Weinflasche nicht besonders spannend. Auf den zweiten Blick ‚könnte‘ es etwas interessanter sein, dass es sich um eine Flasche ‚Alderaan red, golden generation, 80VVC‘ handelt.„Vielleicht erleichtert es Ihre Entscheidungsfindung sich auszumalen wie weitreichend der Verrat ist“, bleibt die Stimme natürlich elektronisch nüchtern.

„Dieses groteske Gemälde habe ich bereits mit meiner Signatur versehen, nach all diesen Wochen.“, kommt es gefährlich leise und ruhig über die Lippen des Sith, wenngleich das in vollkommenem Kontrast zu dem steht, was sich hinter dem roten Glühen der Pupillen verbirgt. Gut, nicht vollkommen, denn die Gefühle und Gedanken die das Feuer für den Moment erstickt haben, sind nicht mehr als das leise Geflüster von fallenden Blättern. Von links nach rechts werden sie getragen, rastlos, dem Huschen der Pupillen so ähnlich. Von einem Blatt so durchtränkt von Gier, dass es nicht mehr als ein Skelett ist, zu einem Blatt das jegwede Farbe verloren hat als hätte man es mit Verlangen gebleicht. Dann ein Blatt das für diese abgrundtiefe schwarze Seele ein nahezu perfekt sattes Grün hat als hätte es in den Sonnenstrahlen der Hoffnung gebadet. Gleichsam fallen sie alle, mal das eine mal das andere schneller oder langsamer.

Wieder atmet der Jedi kontrolliert ein und aus. Es scheint, dass er seinen Schild aus Ruhe und Ausgeglichenheit sehr bewusst und unter höchster Konzentration aufrecht hält. Sein mentales Tasten widmet sich dem dunklen Szenario, das sich entfaltet. Geduldig lässt er es auf sich wirken, sucht die Emotionen und Gedanken, die die einzelnen Bilder der Holoprojektion begleiten. Sehr langsam öffnet Teriso wieder die Augen, ohne wirklich den Sith anzusehen. Sie leuchten förmlich im ähnlich satten grün, das er in den fallenden Blättern der Gedanken des Sith gefunden hat. Er sucht diese Blätter, sucht ihren Usprurng und ihr eigentliches Sein. Nun flackern auch seine Augen, vollziehen die Bewegung des Fallens nach.

„Achtunddreißig verbleibende Bilder.“, spricht die mechanische Stimme. Die Weinflasche verschwindet wieder im Farb- und Lichtbrei der Holoprojektion. „Sie kennen die Regeln.“

Offensichtlich ist das Verlangen nach einer Antwort, eine Antwort die dem rastlosen Treiben seiner paranoiden Gedanken die lang ersehnte Ruhe geben könnte. Ein starkes Verlangen begleitet von einem Zorn wie er ‚gerechter‘ für einen Sith nicht sein könnte. Aber so stark diese Emotion in den Augen des alten Jedis auch sein mag, ihre Begleiter … Nein, ihre Kontrahenten, stehen ihr in nichts nach. Teriso könnte es für Hoffnung halten aber schon bald erkennen das es sich nur um eine Illusion handelt, einem Schutzmechanismus des Lords. Das Blatt ist nicht grün, es ist schwarz wie der Himmel über Dromund Kaas und die Seele des Sith und wie die dunklen Stürme pulsiert es. Doch nicht gewalttätig oder zerstörerisch, sondern voller Verzweiflung. In den feinen Maschen des schwarzen Gewebes verstecken sich Bilder die wie Zellen das Fundament des Blattes sind. Bilder von einer kleinen weißen Kammer, einer Stase-Kapsel, einem zerbrochenen Lichtschwert – Niederlagen, Tod, Stagnation. Übrig ist das Skelett eines Blatts das nicht schneller als seine Kontrahenten, frei von jegweden Regeln der physikalischen Welt, bei dem man vergeblich das feinmaschige Gewebe sucht. Es ist kahl gefressen und wird von einem dichten kalten Nebel getragen der nur schwer zu durchdringen ist. Schickt sich Teriso an seine ‚Finger‘ dafür zu benutzen hinter den Nebel zu blicken mag es sich anfühlen als würden sie tief im Schnee Hoths versinken. Hinter den Schwaden verbirgt sich die Silhouette eines Mannes, eines Sith, eines Kriegsherren auf einem Schaffot. Gebeugt, gebrochen und dem Tod geweiht …

Dann, mit einem Mal, als hätte man die Saugglocke über dem Feuer, welche den Sauerstoff abgeschnitten hat, entfernt lodern wieder zornige Flammen die sich anschicken Terisos Einfluss zu versengen während der rastlose Blick des Sith-Lords endlich wieder ein Ziel findet: Den alten Jedi-Meister. „VERSCHWINDET ALTER MANN!“, brüllt der Sith wie eine wildgewordene Bestie und packt tatsächlich mit der linken Hand um eine der roten Energiestreben. Direkt steigt der Geruch von verbranntem Fleisch auf, er löst die Hand wieder und ballt sie schwer atmend zusammen um zürnend auf und ab zu laufen. Wütender als je zuvor auf den Aufnahmen wogt sein Hass, entstellt sich sein Gesicht, lodert sein Blick und umso stärker reagieren die ‚Häscher‘ seiner Macht. Ein Schritt, zwei Schritte, drei Schitte, ein Stampfen und der Sith geht auf die Knie nieder, krümmt sich vor Schmerzen die ihm das eigene Feuer, die eigene Kraft, ohne jedwede Intention zufügt.

Dem Jedi steht nun deutlich Schweiß auf der Stirn. Sein Körper ist reglos aber angespannt. Abgesehen davon, dass die rechte Hand wieder kaum merklich bewegt wird. Die Stirn furcht sich, die grünen Augen aber bleiben auf den Sith, oder besser, dessen Emotionen gerichtet.

So stark die Emotionen des Sith auch sind und so sehr auch der Jedi dieser Belastung ausgesetzt ist – die Technik schweigt, schickt weiter nur stoisch einen Brei aus Licht und Farbe in den Raum.

Die Schulterblätter, die einzelnen Wirbel, zeichnen sich deutlich auf dem kargen Gefangenengewand ab während der Sith gekrümmt auf den Knien ‚liegt‘ und seine Finger wie Krallen in den Boden bohrt als würde er sich festhalten. Die linke Gesichtshälfte ist Maschine und Jedi zugewandt um eine vollkommen verzerrte Grimasse deren Sehnen bis zum Anschlag gespannt sind zwischen Zorn und Schmerz zu offenbaren. Auf der fahlen Haut zeichnen sich immer mehr blaue Adern ab während die Augen mit der Intensität kleiner Sonnen pulsieren. „Ich werde mich nicht beruhigen, Hars, wenn verlieren wir Beide das Bewusstsein … Lass los.“, würgt er sein Gift angestrengt zwischen zwei japsenden Atemzügen heraus.

Der ältere Jedi wirkt von außen wie das glatte Gegenteil des Sith. Ein Abbild absoluter Konzentration und Stille, dem dennoch die Anstrengung eines erbitterten Kampfes ins Gesicht geschrieben steht.

Endlich schließt Teriso wieder die Augen, atmet tief ein aus. Behutsam nimmt er Abstand vom Geist des Sith, gleitet gleichsam an den Rand der Vision, dieses Zerrbilds aus Zorn und tiefen Emotionen. Abwartend, geduldig und immer wieder diese sorgsam platzierte Ruhe.

Die linke Gesichtshälfte des Sith kommt dem Boden immer näher, bis die hohen Wangenknochen ihn endlich berühren und Labrass eine Weile einfach nur wie erschöpft so knien, den Rücken vollkommen gekrümmt, bleibt. Natürlich pulsiert sein Zorn noch aber der Körper scheint nicht die Kraft zu haben das ‚Gefäß‘ zu sein, das diese Flammen benötigen. Die kleinen, blutunterlaufen Sonnen seiner Augen richten den Blick auf den Brei der Projektionen der Maschine und man hört gedämpft, schließlich ist der halbe Mund auf dem Boden, ein: „Ohne Garantien werde ich nichts preisgeben, gar nichts. Ob ich dies Gemälde einer Person widme oder einer ganzen Schar ist … irrelevant, sie werden alle brennen.“

„Zielloser Zorn ist nichts weiter als Verzweiflung“, ertönt die Computerstimme, der Bilderbrei zeigt sich unbeeindruckt. „Eine andere Garantie außer der, dass jedes dieser Bilder eine Wahrheit zeigt, bekommen Sie nicht.“

„Ziellos … Ihr solltet mir lieber dankbar sein, dass ich in Erwägung ziehe, eine ganze Schar zu strafen als nur einen einzigen Verräter. Die Erkenntnis hat für mich keinen Wert, wenn ich ohnehin sterbe. Lieber nähre ich mich an meinem Hass, meiner Verzweiflung und verfolge die Schuldigen über mein Grab hinaus, als mich Schwächlingen wie Euch zu ergeben.“, selbst mit dem halben Mund auf dem Boden ziehen diese Worte Hauch für Hauch toxischen Gases durch den Raum und verpesten die Luft mit der Überzeugung, oder gar Verblendung, des Sith-Lords. . Ganz schwach, immernoch erschöpft am Boden, hört man die fahle Haut über den kalten Boden schrammen und die Mundwinkel den Funken eines grausam makaberen Lächelns formen. Und dann folgt ein Flüstern das man nur in dieser Stille überhaupt hören kann. „Stop diese Narretei, Made.“

Teriso reagiert in keiner erkennbaren Weise. Er wirkt gefasst, atmet bewusst ein und aus; seinen Kopf dreht er minimal, um den Sith ins Auge zu fassen. Eine Weile ruht der Blick der so ruhigen, grünen Augen auf dem Sith, dann schließt er sie wieder. . Und erneut tastet der Jedi nach den Emotionen des Sith. Behutsamer nun, sanfter nun, als wolle er nur erkennen, wo er genauer suchen muss, um die Emotionen des Sith zu erfassen.

Das Bild stoppt. Es zeigt eine offene Tür, die eigentlich unüberwindlich sein sollte – zwei ‚Rücken‘ sind ebenfalls zu sehen, die sich gerade in den Raum bewegen. Sie tragen die Rüstung der Xar-Sec. „XS-6 / XS-7, Protokoll A Strich 11“ steht am unteren Bildrand. „Die größte Schwäche in Ihrem Konstrukt sind Sie, Lord Labrass“, ist die Stimme gleichbleibend nichtssagend. Und als wolle die Stimme diesen Teil noch einmal deutlich unterstreichen, springt das Bild, zeigt stattdessen einen am Boden knienden Labrass in grau-goldener Tunika. Es ist das eingefrorene Bild einer Holoaufnahme, die Reste des Bildes entfernt.

Gerade schien der Sith sich ‚beruhigt‘ zu haben und den Großbrand in seiner Brust teilweise erstickt zu haben da schlägt der Funke dieser Bilder über um das Inferno neuerlich zu entfesseln. So kann Teriso ziemlich genau die Emotionen des Sith ertasten, aber dank seines maschinellen Begleiters sieht er nur eine Feuersbrunst aus Hass die alles zu Asche zersetzt. Labrass Körper bewegt sich nicht, wahrscheinlich weil er es nicht mehr kann, aber während das Lächeln wie auf seinen Zügen eingebrannt wirkt beginnen die spärliche Koje, das Klo und andere Metalle zu vibrieren. . Durch die geschlossenen Lippen … Nein, tief aus der Feuersbrunst entspringt ein unnatürlicher Schrei [Machtschrei] der sich gleichsam anschickt, Trommelfelle zum Platzen zu bringen und einen Ruck durch die Zelle gehen lässt. Ein Schrei gezeugt von unkontrollierbaren Emotionen, geboren durch Labrass Kehlkopf, und so jäh wie ineffektiv versiegt als der ‚Rückschlag‘, induzuiert durch Drogen wie Neuralhalsband, des Ausbruchs den Sith selbst trifft und niederstreckt. Er kippt seitlich von den Knien, vollkommen verkrampft, zuckende Gesichtszüge und verdrehte Augen die nun ausnahmsweise von ‚Weiß‘ anstatt ‚rot‘ beherrscht werden.

Teriso muss endlich seine Haltung aufgeben. Die linke Hand stützt er auf den Boden, um nicht zur Seite zu sacken. Die Anstrengung in seinem Gesicht ist unverkennbar, zeichnet tiefe Furchen in seine Stirn, während der Schweiß sein Gesicht bedeckt. Die rechte Hand ballt sich, vielleicht um einen Gegenstand. Mühevoll atmet der Jedi, als falle ihm diese simple Handlung schwer. Nur sehr langsam richtet er sich wieder auf, sucht er seinen mentalen Halt in seinem Innersten, seinem Schild der Ruhe. Sein mentales Tasten geht zurück, sodass er wieder zu einem passivben Beobachter wird. Jeder seiner folgenden Atemzüge ist eine Abfolge absolut kontrollierter Handlungen. Atmen. Ein. Aus. Wieder und wieder, bis der Jedi wieder in ursprünglicher Haltung kniet.

Sein Gegenpart tut sich damit deutlich schwerer und von irgendeiner Kontrolle ist nichts zu sehen. Der Kampf gegen die Schmerzen und das Verlieren des Bewusstseins spielt sich nur im Gesicht des Sith wieder während Extremitäten und der restliche Körper vollkommen entkräftet verkrampft auf dem kalten Boden der Zelle ruhen. . Mühsam kämpfen sich die rot-gelben Pupillen wieder in den Vordergrund und verdrängen das Weiß zurückgerollter Augen Stück für Stück. Der Mund ist starr geöffnet als hätte er nichteinmal die Kraft bei jedem japsenden Atemzug jenen zu öffnen und zu schließen. Ziwschen eben solchen dringt eine entfremdete Stimme, als wären die Stimmbänder kurz davor zu reißen um ein einziges Wort herauszuwürgen: „Nichts.“

„Korrekt. Nichts“, bestätigt die Computerstimme. Einen Moment flackert noch das Bild des auf dem Boden Knienden in der Luft, dann erlischt die Holoprojektion.

Teriso öffnet wieder seine Augen. Richtet seinen ruhigen und doch vom Leben durchdrungenden Blick auf den Sith. Sehr bewusst öffnet er seine Präsenz, will seinem Gegegnüber förmlich spüren lassen, dass er durchdrungen ist vom Netz der Macht, sich in ihm bewegt. Der ältere Jedi atmet tief durch, dann spricht er flüsternd, kaum wahrnehmbar. Vielleicht ist es auch nur ein mentales Echo der Gedanken des Jedi, die Labrass erreichen: „Wünscht ihr, wieder aus Euren Emotionen Kraft zu zehren, Lord Labrass?“

„Versucht es .. erst gar nicht, Jedi.“, ertönt die entfremdete Stimme nur wie ein ausgezehrtes Wispern während der Sith sich auf den Rücken dreht und die schmerzverzerrte Fratze der Decke wendet. „Ihr habt doch garnicht die Macht mir zu geben … was ich will.“, wird das Ende vom Verlangen zersetzt.

Teriso rührt sich im Gegensatz zu dem Sith kaum. Dann aber dreht er seinen Kopf, sieht Labrass an. Der Blick ist anders, direkter und unmittelbar. Wieder tastet sich der Jedi mental voran, sucht den Kontakt zu Labrass, aber etwas ist anders. Eine Emotion begleitet dieses Tasten, absolut konzentriert, direkt auf den Sith gerichtet. Die Verheißung auf Befreiung, fast kann der Sith danach greifen, streift ihn eine Flamme aus Zielstrebigkeit…. . … und vergeht wieder. Der Moment ist vorbei, im Raum pulsiert die Idee dieser Leidenschaft nach, die für einen Lidschlag von dem Jedi gespendet wurde. . Die Kameras zeichnen wenig dieses Sturms auf. Sie zeigen lediglich einen Jedi, der in seiner Robe aufrecht kniet. Selbst die Worte, die folgen, sind kaum als Bewegung der Lippen wahrnehmbar: „Ich kann Euch ein Werkzeug geben.

Ein Schaudern, ein Zucken, geht durch den ganzen ausgezehrten Körper des Sith und die Flammen seiner Präsenz recken sich als Ausdruck seines Verlangens nach dieser Verheißung. Langsam dreht sich der Kopf nach links, vielmehr ‚fällt‘ er, und die korrumpierten Augen bohren sich in den Blick des Jedi-Meisters. Ausnahmsweise begegnet ihm nicht die Mordlust, nicht der unendliche Hass, sondern ehrliches Verlangen und könnte da gar ein Funken Unsicherheit sein? Aus irgendeinem Grund wandern die Mundwinkel entgegen all dem anhaltenden Schmerz ein Stück weit in die Höhe: „Ihr wollt in Eurem Verlangen nach Antworten immer noch nicht sehen, was ich wirklich will, weil ihr wisst, dass es nicht in eurer Macht steht.“

Der ältere Jedi bleibt vorerst regungslos. Was auch immer an Leidenschaft, an Emotionen transportiert wurde, es ist nicht mehr da; nur die enervierende Ruhe des Jedi scheint präsent. Das Gesicht Terisos spiegelt den Preis wieder, den er für das Aufrechterhalten seines Schildes zu zahlen hat. Er wirkt angestrengt, das Gesicht blass und die sonst so ruhigen Augen sind verengt. Dennoch erfolgt keine Antwort, zeigt eher die Präsenz des Jedi die Antwort: sie ist vorhanden, frei, kann sich ohne Einschränkung entfalten, scheint sich gleichsam aus ihrer Umgebung zu nähern, sich im Gefüge der Macht zu bewegen, darin aufzugehen.

Es wirkt fast so als würde Labrass seine Umgebung studieren, ein Panorama observieren und einen Moment tatsächlich zu überlegen. Was folgt ist eine Antwort deren Inhalt mehr an eine bittere Erkenntnis erinnern mag wenngleich die Stimme von einer fanatischen Überzeugung durchdrungen ist:„Was Ihr offeriert ist keine Freiheit, kein Weg den ich je beschreiten werde. Ihr kommt Jahrzehnte zu spät, Meister Teriso, denn ich habe die Wahrheit gesehen und Mächte unterworfen denen ein Jedi nie gleichkommen wird.“

Teriso nickt und er tut es langsam, als wolle er sich selbst versichern, dass jede Bewegung dazu seiner eigenen Kontrolle unterliegt. Mit demselben Bewusstsein erhebt er sich und beginnt dann ruhig und mit allem Bewusstsein zu sprechen: „Ihr habt nach einer Garantie gefragt und ihr habt 38 Bilder. Die Entscheidung ist die Eure. Zweifel ist ein Feind, der uns von Innen verzehrt.“

„Ich habe meine Zweifel ausgelöscht bevor ich den ersten Jedi seinem unausweichlichen Schicksal überführt habe. So wie Ihr die Euren überwunden hattet, bevor man Euch den Zopf abschnitt. Ich respektiere Eure Überzeugung, so närrisch sie mir gleich ist, aber es war und wird nie die Meine sein. Es wird mir ein Privileg sein, sollte die Republik zerschlagen werden, einst zu zeigen was ich von den ‚Fügungen der Macht‘ halte, wenn ich der Stasis entsteige um zu beobachten, ob Eure Entschlossenheit in diesen letzten Momenten zerbricht, so wie ihr die Meine observiert habt.“ Trotz der kürzlich erlittenen Schmerzen und dem sichtbar verbrannten Fleisch der linken Hand, trotz einer Stimme, die beinahe gebrochenen Stimmbändern entweicht, schwingt wieder eine fanatische Überzeugung, ein ungebrochener Grimm, in den Worten des Sith.

„Die Wahrheit…“, schaltet sich wieder eine Stimme vom deaktivierten Holoschirm ein. Allerdings ist es nicht weiter die nichtssagende Computerstimme, sondern stattdessen ein tiefer Bariton. Er spricht neutral, ohne Höhen und Tiefen, dennoch ist es unverkennbar die Stimme des Mannes, der auch in der Energiezelle spricht. „…ist ein Kriegsgericht, das nur ein Urteil für Sie kennt. Stasis ist eine Naivität, die Sie uns andichten, Lord Labrass. Die Wahrheit ist, dass Ihr Widersacher triumphiert, nachdem er sich schon einverleibt hat, was einst Ihnen gehörte. Das einzige, worauf Sie hoffen können ist, dass wir ihm keine Zeit lassen, es auszukosten.“

„Suhlt euch in eurer falschen Sicherheit so lange ihr könnt, ihr habt keine Ahnung was euch erwartet und werdet euch wünschen, dass wir erneut nur eure Heiligtümer schänden würden.“, gibt der Sith darauf direkt fest zu verstehen und richtet seinen Blick auf eine der Kameras. „Denkt an mich, wenn das Feuer euch verschlingt, denn ich werde frei sein, wenn ihr den Mut habt, eure Drohungen in Taten umzusetzen. Lieber tot als ein Sklave oder begraben unter dem Eis der Stagnation.“

Teriso ändert seine Haltung nicht. Er steht ruhig da und atmet wieder bewusst ein und aus. Erneut schließt er die Augen, richtet seinen mentalen Fokus auf sein Gegenüber.

„Nichts ist das richtige Wort, Lord Labrass“, antwortet die eigene Stimme des Sith: „dann werde ich nichts sein.“

„Dann verschwendet meine Zeit nicht weiter.“, knurrt er jetzt zum ersten Mal wieder und beginnt ganz langsam seine Muskeln wieder zu beanspruchen indem er sich unter zuhilfenahme der Ellbogen auf die Seite legt und langsam auf die Knie hochdrückt. Trotz des versengten Fleischs ballt er beide Hände zu Fäusten, legt sie bebend auf seinen Oberschenkeln ab und blickt Teriso an. Für einige Momente wirkt es so, als würde Labrass bewusst die züngelnden Flammen in seinem Inneren verlischen, um dem Jedi-Meister einen Blick zu gestatten: die drei Blätter fallen nicht mehr sondern liegen am Boden, allesamt sind sie zu Asche verbrannt. Er widmet ihm den gewohnt grimmigen Blick, die Augenbrauen tief heruntergezogen und nickt einmal fast ‚anerkennend‘, bevor er die Einöde wieder vor Teriso verschließt und mit diesem kalten Schleier aus Schatten überziehen will. „Meister Teriso, es war mir ein Vergnügen, aber ich glaube, Eure Arbeit ist getan.“

„Lord Labrass.“, sagt der ältere Jedi formell. Er senkt den Blick, sieht schließlich wieder auf und wendet sich um. Die Wachdroiden gehen augenblicklich in Stellung und aktivieren ihre Waffensysteme, sobald das Schott der Zelle bewegt wird. Nachdem der Jedi gemessenen Schrittes den Raum verlassen hat, schließt das Schott. Zurück bleibt der Holoprojektor und der Sith, unfähig, sich dem Szenario aus eigener Kraft zu entziehen.

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