Rom 2014 – Tag 4

Eigentlich wollten wir heute nur mal ein paar Meter laufen, um uns die berühmte Mosesstatue Michelangelos anzuschauen, die Teil eines Grabmals für Julian II. ist, anzuschauen; es würde dann ein wenig mehr…

Erste Station: San Pietro in Vincoli;  die Arbeit Michelangelos ist bis heute beeindruckend, ich fand aber auch die subtilen Hinweise auf das Thema ‚Tod’auf umliegenden Grabplatten beachtenswert.

San Pietro in Vincoli San Pietro in Vincoli San Pietro in Vincoli - Detail San Pietro in Vincoli - Michelangelos Moses San Pietro in Vincoli - Michelangelos Moses

Mein letzter Besuch Roms liegt nunmehr zehn Jahre zurück und ich musste nun feststellen, dass inzwischen aus allem Geld gemacht wird. Ich sehe das zwiespältig: sicherlich muss es eine Finanzierung geben, wenn Touristenmassen, durch die Stadt laufen und Kulturstätten in der Folge entsprechend gepflegt werden müssen. Ich bin mir indes nicht sicher, ob es notwendig ist, dass neben der Tourismussteuer (3 € pro Person und Nacht) noch für nahezu jede Sehenswürdigkeit extra Eintritt zu verlangen, der zumeist bei etwa 10 € liegt. Immerhin, zumeist kann man aus der Ferne einen Blick darauf wagen.

Augustusforum Trajansmarkt Trajanssäule - Details

Und doch bietet Rom immer wieder etwas neues. Konnte ich beim letzten Besuch nur von der Straße aus einen Blick auf das Marcellus-Theater werfen, gab es diesmal die Möglichkeit, den aktuellen Stand der Ausgrabungen und Restaurierung anzusehen; dies auch ohne irgendeinen Eintritt. Mit etwas Glück kann man in einigen Jahren die Portico di Ottavia sehen, die derzeit noch restauriert wird.

Marcellustheater Marcellustheater Marcellustheater Marcellustheater - Kolonnade Marcellustheater -Detail Marcellustheater - Archaeologische Baustelle Marcellustheater - irgendwie keltisch

Auch das ist Rom. Es gibt im Grunde an jeder Stelle Baustellen. Sehen wir davon ab, dass derzeit die Fontana di Trevi eingerüstet ist, keinerlei Wassereinspeisung hat, ihre Besichtigung nur durch Plexiglas oder auf einem Bausteg möglich ist, der Brunnen an der spanischen Treppe eingerüstet wurde und das Forum Romanum von einer Seite durch eine Großbaustelle zur Schaffung der neuen U-Bahnlinie Roms nicht mehr zugänglich oder auch nur sichtbar ist, hatte ich Glück: Ich konnte das alles schon bei meinem letzten Besuch sehen, und zwar ohne Baustelle. Auch das ist also Rom: Baustellen und Touristenmassen (mich nicht ausgenommen).

Rom - Touristen unter sich Rom - Bau der Linea C

1 Kommentar

  1. Mir wird zum ersten Mal bewusst, wie episch auf geballtem Raum das alles ist. So geschichtsträchtig, dass es mir Tränchen in die Augen treibt. Was die Mauern schon alles gesehen haben…

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.