Ein geerbter Eid

Ich bin jetzt seit einigen Wochen im Diensten dieses menschlichen Grafen. Jeden Tag bete ich zu Malacath, dass er mich diese Bürde in Ehre überstehen lassen wird. Ich weiß nicht, was Vater dazu gebracht hat, derart die Ehre seines Blutes zu besudeln, die Götter haben aber einen Weg gefunden, die Sühne zu einer harten Probe werden zu lassen.

ich weiß, Agrath, Du gehst davon aus, dass mein Schwert und meine Axt nach dem Willen jenes Grafen geführt werden. Du irrst. Du könntest nicht mehr irren. Zum einen hat Vater dafür gesorgt, dass für unser Blut lange Zeit keine Ehre darin liegt, eine Waffe anzurühren und damit unsere Werte zu verteidigen. Seine Tat war schändlich und zu Recht hat Malacath an jenem Tag die Augen vom Clan des Azuoma abgewandt. Zum anderen aber, und das wiegt weit schwerer, ist dieser Graf bestenfalls als wunderlich einzustufen, aber ich greife vorweg…

Sobald Vater verstorben war und auf das Urteil Malacaths wartete (das er nicht ohne Grund gefürchtet hat) leistete ich bei unserem Blut den Schwur, den seinen fortzuführen, um die Ehre unseres Clans wieder herzustellen. Ich reiste Wochen umher, um den wenigen Informationen zu folgen, die mein Vater hatte. Einen Hohen Rivenspells musste ich finden , in dessen Dienst ich treten sollte, ohne ein Krieger zu sein, bis ein Sohn oder eine Tochter Rivenspells mein Blut von der Schuld reinwaschen und mir erlauben, wieder ein Krieger zu sein.

Ich fand erst auf dem Weg nach Wegesruh brauchbare Hinweise. Ein fahrender Händler sprach von einem Grafen aus Rivenspire, der in der Gegend wäre und ohne Gefolge reiste. Heute bin ich übrigens ziemlich sicher, dass der Khajiit sich für ein entgangenes Geschäft bei mir rächen wollte, denn seine „hochwirksame-Tinktur-gegen-alle-Leiden-inklusiver-draedischer-Flüche-und-Werwolf-Bisse“ hätte ich nicht mal gekauft, wenn daran mein Leben hinge. Ich gebe zu, meine Frage, ob das Zeug im Zweifel auch zur Reinigung einer rostigen Klinge taugen würde, stimmte den Khajiit nicht eben freundlicher.

Graf Alejandro von Misthaven. Der Titel lässt einen fähigen Mann vermuten und auf seine Weise mag er das auch sein. Die Weise hat allerdings viel mit Taktieren und irgendwelchen Winkelzügen zutun. Der Mann trägt ein Schwert, ob er es auch benutzt, wage ich nicht zu urteilen. Er akzeptierte meinen Bluteid und so wird das Schicksal des Clans an diesen Grafen gebunden sein. Ich stehe nun als sein Diener in seinen Diensten. Bei Malacath! Nie fiel es mir schwerer einen Eid zu wahren.

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.