Einen Vogel haben

Erst dachte ich, dass es sicher ganz einfach sein würde, mal eben so einen kleinen Vogel und dann auch noch auf ca. DIN A4 zu zeichnen. Dann aber entdeckte ich den Detailreichtum eines Federkleides und die Tücken von Bewegungsunschärfe. Am Ende brauchte ich etwa 20 Stunden, um das Bild zu zeichnen. Ich glaube inzwischen, dass das für mich nicht zu vermeiden ist, ich verliere mich ständig in den Details und so kann es vorkommen, dass ich zwei Stunden lang ein paar Federn an einem Vogelkopf koloriere.

Die Vorlage war ein Foto (dessen Urheber ich nicht ausmachen konnte). Es scheint einen Prototyp des Kolibri (ansich) zu geben, denn ich fand gefühlte 200 Fotos, wo Kolibris genau so abgebildet sind.

Kolibri -Speedpainting - ein Schnabel in zwei Stunden

Etwa 2 Stunden später… Immerhin habe ich den Schnabel koloriert. Da dachte ich noch, dass der Rest bestimmt schneller geht, ist ja nur so Federzeug, da muss man nicht genau sein.

Zu viele kleine Federn

Grandioser Irrtum. Ich habe letztlich versucht, möglichst exakt an der Vorlage zu bleiben, um die Struktur des Federkleides irgendwie auch mit Buntstift umsetzen können. Wär hätte gedacht, dass das Setzen von schwarzen Punkten derart aufwändig sein kann.

Variationen in Rot

 

Federn in rot, rot und rot. Irgendwann merkte ich, dass die Darstellung von Tiefe viele Farbabstufungen erfordert. Vielleicht sollte ich doch mal ein Buch über das Zeichnen lesen, anstatt immer alles selbst zu entdecken. ich bin mir sicher, das haben schon vor mir Menschen herausgefunden.

Um das Problem herum koleriert

 

Wie immer bin ich mit dem Hintergrund nicht so recht zufrieden. Tückisch war der Flügel im Vordergrund, ich wollte den Eindruck vermitteln, dass er mitten in der Bewegung ist und gleichzeitig dem hinteren Flügel eine gewisse Tiefenunschärfe verpassen.

Fertige Version unter Opfern, ich brauche neue grüne Stifte
„Kolibri“ Polychromos (Buntstifte) auf Skizzenpapier 175g/m2, ca. 24×32 cm.

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