Digitale Übungsstunde

Nachdem ich ziemlich lange mein Zeichentablet vernachlässigt habe, habe ich versucht, einen meiner Charaktere aus ESO zu zeichnen. Mein  Ziel war es, den Charakter einer traditionellen Zeichnung möglichst zu erhalten. Ich finde allerdings, dass man dem Ergebnis weiterhin die digitale Herkunft ansieht. Außerdem habe wieder viel zu viel Zeit damit verbracht, eine Skizze zu kolorieren, irgendwas ist ja immer.

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 Vorskizze  – offenbar habe ich bei Stellen, wo ich den Sreenshot nicht verstanden habe, einfach mal gar nichts gezeichntet. Auch ein Weg, um Schwierigkeiten zu umgehen.
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 Grundtöne festlegen  – Das ist ein Verfahren, das ich beim Digitalen nun wirklich liebe. Man kann wunderbar Flächen mit einem Hauptton versehen und dann in Nuancen die Farbtöne ändern, um Tiefen zu erzeugen.
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 Haar und Farben  – Hier setze dann der Effekt ein, der bei mir irgenwie immer eintritt. Ich finde, man sieht den Farbflächen ihre digitale Herkunft viel zu deutlich an. Vielleicht könnte eine Lösung sein, einen Layer zu nutzen, der die Papierstruktur simuliert. Es gibt sogar ein Programm, das das hervorragend leisten kann, aber 500 EUR für ein wenig Spielerei sind mir dann doch zuviel.
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 Feinarbeit  –  Mit Hilfe des Werzeugs „Bleistift B2“ arbeitete ich vor allem mit schwarz und weiß um die die Tiefen und solche Sachen wie Scharten darzustellen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es einen schnelleren Weg gibt, Schraffuren digital umzusetzen, ich habe sogar ein Werkzeug dafür entdeckt, fand aber, dass es die Schraffuren viel zu gleichmäßig und sauber darstellt.
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 Strukturen  – Das finde ich nach wie vor schwierig: ich versuchte, die Beschaffenheit des jeweiligen Materials darzustellen. Beim Kettenhemd habe ich diesen Vorsatz ernsthaft bereut, denn leider bedeutete dies, die Kettenglieder ziemlich detalliert einzuzeichnen.
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 Tonwertkorrekturen  – Bei der Farbe am Kragen hatte ich mich gründlich vergriffen; bedeutete leider, dass ich die Schattierungen neu setzen musste.

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 Feinschliff  Insgesamt habe ich etwa zehn Stunden für das Bild gebraucht. In einem letzten Schritt habe ich versucht, etwas Logik in die Rüstung des Mannes zu bekommen. Auf dem Screenshot des Spiels z.B. scheint der Harnisch einfach so am Körper zu halten, ich habe ihm mal einen Schulterriemen gegönnt.

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