Okerworld?

Ja, der Name ist erstmal eher seltsam, das gebe ich unumwunden zu. Enstanden ist er schon vor Jahren, als ich erstmals versuchte, dieses www und seine Sprache zu verstehen. Viel weiter bin ich noch nicht gekommen, aber zum Glück gibt es ja eine Reihe von Menschen, die ihre großartigen Programme zur Verfügung stellen, damit auch Leute wie ich das Internet mit all‘ den wichtigen Dingen des Lebens bereichern können.

Angefangen hat es mit 20 MB Speicherplatz bei meinem Telefonanbieter, das war so um 1999 rum. Sehr bald darauf meldete ich die Domain Okerworld an. Das wiederum war eher eine Notlösung, denn Kombinationen aus meinem Vor- und Nachnamen und andere (intelligenter klingende) Konstruktionen waren bereits vergeben. So entstand, in Anlehnung zur Straße in der ich lebte, der erste Teil des Namens. Der zweite entspringt meiner niemals verworfenen Idee, die Weltherrschaft an mich zu reißen oder zumindest bei den ganz Großen mitzuspielen; bis NATO und UNO das merken, muss eben dieser Domainname herhalten –

Willkommen in Okerworld.

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Ich habe doch tatsächlich noch Bilder rekonstruieren können und bin so in der Lage, die eher dramatische Geschichte der Domain Okerworld nachzuvollziehen. Die Dramatik liegt weniger in den Ereignissen, die diese Homepage auslöste oder deren Teil sie war. Ich glaube, die Seite hat so 52 Besucher im Jahr, das muss genug der Aufregung sein. Was ich meine, ist eher die … nennen wir es mal ‚Gestaltung‘, die die Seite so durchlief:Lorem ipsum…[/dropcap]

2002
Ich war offenkundig der Meinung, dass man, nachdem man die Adresse okerworld.de in seinen Browser eingegeben hat, unbedingt wissen sollte, dass man auch wirklich da gelandet ist. Wie könnte man das besser lösen, als mit einem großen Bild, das den ganzen Bildschirm einimmt.divider_blankdivider_blank

2002
Nicht etwa ein Script, mit dem ich meine Neuigkeiten verwaltete, sondern eine schöne html-Seite, die dann eben immer mal erneutert wurde. Mal ganz abgesehen davon, dass ich schon damals nicht wirklich Wichtiges  zu sagen hatte, aber hey! Es ist das Internet, es ist geduldiger als Papier.

2003
Diese Seite ist im Zuge eines Seminars während meines Referendariats entstanden. Ich fürchte, damals hatte ich garade herausgefunden, was man mit iframes so alles verbrechen kann und habe die enstprechend exsessiv genutzt. Diese Seiten habe ich sogar komplett auf einer alten Festplatte wiedergefunden. Faszinierend.divider_blank

2005
Wieder einmal iframes. Aber immerhin wurde es etwas eleganter. Ich hatte heruasgefunden, dass man auch eine feste Breite des Contentbereiches einrichten kann. Ich schätze, dass Leute vor Schmerz geweint haben, als sie den Code dazu sahen. Und noch etwas fiel mir auf: auch 2005 habe ich erfolgreich das Prinzip der Arbeitsverdrängung angewandt.

2006
Endlich WordPress entdeckt. Leider hatte ich absolut keine Ahnung, wie das funktioniert, oder gar, wie man sein eigenes Layout da rein dengelt. Enstprechend individuell ist das Design auch geraten. Die Inhalte im Übrigen auch: ich hatte nämlich ebenso gelernt, dass Bloggen (ansich) bedeutet, irgendwas zu schreiben, solange man es nur tut. Dabei sein ist eben alles.

2008
Ich weiß nicht genau, was in den den beiden Jahren davor war. Ich vermute, ich wurde von der Realität eingeholt. Das Web 2.0 macht Arbeit, vor allem ist es scheinbar doch nicht völlig egal, was man schreibt. Da ich aus dieser Erkenntnis nie eine Lehre zog, bleiben die Inhalte gewohnt sinnfrei. Ich wusste inzwischen, wie man Designs verändert. Nun gut, ich wusste, man kann das sogenannte Header-Bild anpassen.divider_blank

2009
Das Layout wurde meiner Lebenssituation angepasst.  Ein chaotisches Jahr mit viel zu vielen wirklich schlechten Ereignissen. Ich ging nicht zum Friseur, sondern änderte das Layout meines Blogs von Grund auf. Wenn Nerd, dann aber richtig. Übrigens bin ich damit gescheitert. Das Layout des Blogs wurde erneut geändert und die Haare mussten 6 Monate darauf auch weichen.

2011
Der Stand der Dinge. Ich benutze WordPress und das Design anderer Leute, das ich solange bearbeite, bis es genau das macht, was ich will. Trial-and-Error ist mein oberstes Prinzip der Homepage-Gestaltung geblieben. Was die Inhalte betrifft? Wenn Du bis hier gelesen hast, bist Du ohnedies hart im Nehmen und ich kann weiter machen wie bisher 😉

2013
Im Zuge einer größeren Prokrastianationsphase habe ich mal wieder das Design um gestellt und bin ganz beeindruckt, was diese immerhin kostenfrrei Software so alles zu bieten hat. Inzwischen ist WordPress vor allem im Backend geradezu komfortabel geworden und ich habe auch meine Grunge-Phase weitestegehend überwunden. Über die Tatsache, dass Pink nun eine recht elementare Farbe des Blogs geworden ist, denke ich einfach nicht weiter nach.

2014
So gänzlich konnte ich mich dem Grunge-Stil offenbar nicht entziehen. So gibt es nun wieder Andeutungen von Schatten und Rahmen,  das Ganze aber im schlichten Grau und mit serifenlosen Schriften. Pink ist auch wieder da, muss man suchen, aber es ist da …